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Die Logistikspitzenmieten bleiben stabil – fast überall 

Der deutsche Markt für Lager- und Logistikflächen zeigt auch im zweiten Quartal 2025 eine nur geringe Dynamik. Demnach wurden seit Jahresbeginn auf lediglich zwei der 20 betrachteten Märkte steigende Spitzenmieten für Flächen von mehr als 5.000 Quadratmeter registriert.
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Die einzigen beiden Märkte mit erhöhten Spitzenmieten seit Anfang 2025 waren Frankfurt und Kassel/Bad Hersfeld. Die teuersten Standorte für Logistik- und Industrieimmobilien bleiben München und Berlin.
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Der deutsche Markt für Lager- und Logistikflächen zeigt auch im zweiten Quartal 2025 eine nur geringe Dynamik. Das ergibt eine Auswertung von JLL. Demnach wurden seit Jahresbeginn auf lediglich zwei der 20 betrachteten Märkte steigende Spitzenmieten für Flächen von mehr als 5.000 Quadratmeter registriert. Sinkende Spitzenmieten blieben allerdings aus.

Die einzigen beiden Märkte mit erhöhten Spitzenmieten seit Anfang 2025 waren Frankfurt und Kassel/Bad Hersfeld. Dort stiegen die Sätze um jeweils drei Prozent auf 8,20 Euro/Quadratmeter in der Mainmetropole sowie 6,10 Euro/Quadratmeter in Kassel/Bad Hersfeld.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Anders ist die Situation im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres. Hier verzeichneten einige weitere Märkte ein Wachstum der Spitzenmiete. So legte diese in Berlin um 24 Prozent auf 10,50 Euro/Quadratmeter zu. Die Metropolregion Rhein-Neckar verzeichnete einen Anstieg von 17 Prozent auf 8,20 Euro/Quadratmeter. Auf Platz drei folgt Essen mit sieben Prozent (8,00 Euro/Quadratmeter).

Die teuersten Standorte für Logistik- und Industrieimmobilien haben unterdessen ihre Positionen behauptet: Mit 10,70 Euro/Quadratmeter werden in München weiterhin die höchsten Mieten aufgerufen, während Berlin auf bis zu 10,50 Euro/Quadratmeter kommt. Auf dem dritten Platz landet Düsseldorf mit 9,00 Euro/Quadratmeter.

Der Blick auf die vergangenen fünf Jahre zeigt, wie stark die Spitzenmieten auf dem Markt für Logistik- und Industrieimmobilien angezogen haben: In Berlin legte der Wert um deutliche 91 Prozent (etwa 5,00 Euro/Quadratmeter mehr) und im Schlusslicht Hannover/Braunschweig um immerhin noch 16 Prozent (etwa 0,90 Euro/Quadratmeter). In elf der 20 betrachteten Märkte betrug das Wachstum mehr als 50 Prozent.

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„Die Stimmung auf dem Markt für Industrie- und Logistikimmobilien hat sich, wenn auch nur minimal, verbessert. Die Anfragen nehmen wieder zu, ob und wie stark sich das positivere Sentiment aber auch in Anmietungen niederschlägt, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.“

Sarina Schekahn
Head of Industrial & Logistics Agency JLL Germany

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