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von Tim-Oliver Frische
Nachfrageschwerpunkt Handelslogistik
Mit rund 49 Prozent am Gesamtflächenumsatz war die Handelslogistik 2025 die stärkste Nachfragergruppe. Maßgeblich dazu beigetragen haben zwei größere Abschlüsse:
- Blackforxx hat im Bremer Industriehafen ein Neubauprojekt mit rund 55.000 Quadratmetern angemietet. Das war der größte registrierte Abschluss des Jahres 2025.
- Auklogis hat am Bremer Kreuz eine Hallenfläche von rund 28.000 Quadratmetern angemietet.
Auf Platz zwei folgt die Kontrakt- und Lagerlogistik mit einem Anteil von etwa 20 Prozent.
Mietpreise: Spitzenmiete steigt, Durchschnitt stabil
Die gewerblichen Mietpreise blieben 2025 auf einem hohen Niveau. Die Spitzenmiete in Bremen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 95 Cent auf 6,75 Euro pro Quadratmeter. Die Durchschnittsmiete für moderne Logistikflächen liegt bei 5,65 Euro pro Quadratmeter und damit etwa auf Vorjahresniveau.
Im Segment Light Industrial zogen die Mieten im Zuge vermieteter Neubauprojekte ebenfalls an. Hier werden Spitzenwerte von bis zu 7,50 Euro pro Quadratmeter erreicht.
Kürzere Laufzeiten und mehr Flexibilität bei Mietverträgen
Die Mietvertragslaufzeiten haben sich gegenüber den Vorjahren weiter verkürzt. „Viele Nutzer bevorzugen kürzere Laufzeiten, um flexibler auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können“, sagt Björn Sundermann und führt fort: „Zudem entscheiden sich Unternehmen vermehrt für eine zeitliche Gleichschaltung von Mietvertrag und Kundenkontrakt und damit seltener für langfristige, strategische Anmietungen.“
Angebot: In Bremen nur punktuell verfügbar
Im Bremer Stadtgebiet sind aktuell nur vereinzelt Logistikflächen verfügbar. Besonders begrenzt ist das Angebot im GVZ Bremen sowie im Umfeld des Bremer Kreuzes. Im Umland ist die Auswahl größer; dort stehen verschiedene Bestands- und Neubauimmobilien zur Verfügung.
Ausblick 2026: Flächenumsatz solide, Angebot bleibt Engpass
Für 2026 wird ein Flächenumsatz auf solidem Niveau erwartet. Robert C. Spies prognostiziert für das Gesamtjahr rund 240.000 Quadratmeter – damit läge das Ergebnis etwa 30.000 Quadratmeter unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Als Grund wird vor allem das begrenzte Angebot großflächiger Bestandsimmobilien genannt.
Die Nachfrage verteilt sich auf zahlreiche Branchen ohne klaren Schwerpunkt, was auf die breite wirtschaftliche Bedeutung der Region als Logistikstandort hinweist. „Durch die im Rahmen von Nachvermietungen absorbierten Flächen sowie das geringe Angebot spekulativer Neubauten und verfügbarer Bestandsimmobilien wird die Leerstandsquote voraussichtlich weiter sinken“, prognostiziert Björn Sundermann. Je nach Lagequalität wird eine nachhaltig erzielbare Neubaumiete von bis zu 6,60 Euro pro Quadratmeter erwartet.
Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden.
















