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31.07.2025

Industrie- und Logistikimmobilienmarkt mit großen regionalen Unterschieden

Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt verzeichnete laut einer Auswertung von CBRE im ersten Halbjahr 2025 einen Flächenumsatz von 2,52 Millionen Quadratmetern. Dabei fällt auf: In den Top- Logistikregionen fallen die Ergebnisse gänzlich unterschiedlich aus.
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In Hamburg wuchs der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 89 Prozent auf 230.500 Quadratmeter.
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Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt verzeichnete laut einer Auswertung von CBRE im ersten Halbjahr 2025 einen Flächenumsatz von 2,52 Millionen Quadratmetern. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 ist das ein Anstieg um 3,1 Prozent. Dabei fällt auf: In den Top- Logistikregionen fallen die Ergebnisse gänzlich unterschiedlich aus.

So erreichte der Hamburger Industrie- und Logistikimmobilienmarkt im ersten Halbjahr 2025 einen Flächenumsatz von 230.500 Quadratmetern. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg um 89 Prozent. Beide Quartale hatten dabei einen Flächenumsatz von jeweils mehr als 100.000 Quadratmetern – in den vergangenen beiden Jahren zuvor konnte nicht ein einziges Quartal ein entsprechendes Niveau erreichen. Treiber dieser Entwicklung waren laut CBRE nicht zuletzt diverse Eigennutzerabschlüsse, die insgesamt zu einem ungewöhnlich hohen Anteil von 47 Prozent führten – im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 14 Prozent.

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von Tim-Oliver Frische

Auch in Berlin ging es insgesamt aufwärts: Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt in der Hauptstadt erreichte im ersten Halbjahr 2025 einen Flächenumsatz von 217.500 Quadratmetern. (+72 Prozent). Ohne den Ausnahmedeal von Tesla im Jahr 2022 liegt der Flächenumsatz damit auf dem Niveau der vergangenen fünf und zehn ersten Halbjahre. Rückläufig war hingegen der Flächenumsatz innerhalb der Stadtgrenzen, der um 71 Prozent auf 23.800 Quadratmeter zurückging.

Ein Plus von 53 Prozent weist der Markt in Mitteldeutschland auf. Dort verzeichnete CBRE im ersten Halbjahr 2025 einen Flächenumsatz von 235.300 Quadratmetern. Einen großen Einfluss auf das Ergebnis hatte eine Eigennutzung von ESMC in Dresden, die 60.000 Quadratmeter Neubaufläche umfasste. Dennoch waren Flächenumsätze sowohl in Neubauten (-15 Prozent auf 72 Prozent) als auch in Form von Eigennutzungen (-28 Prozent auf 41 Prozent) rückläufig.

Ausgeglichen ging es in Frankfurt am Main zu. Dort registrierte CBRE im ersten Halbjahr 2025 einen Flächenumsatz von 215.000 Quadratmetern, was dem Niveau aus dem Vorjahreszeitraum entspricht. Rückläufig war der anteilige Flächenumsatz in Neubauten (-22 Prozent auf 30 Prozent). Eigennutzer hatten einen Anteil von elf Prozent (-7 Prozent).

In Nordrhein-Westfalen zeichnete sich ein durchwachsenes Bild. Nach einem soliden Jahresauftakt ging der Flächenumsatz im gesamten ersten Halbjahr mit 609.000 Quadratmetern um 14 Prozent zurück. Auch bei der Betrachtung des Durchschnitts der ersten Jahreshälften der letzten fünf Jahre lässt sich ein Rückgang um 16 Prozent feststellen. Ebenfalls rückläufig war der Anteil von Neubauten am Flächenumsatz – um 25 Prozentpunkte auf nur noch 26 Prozent.

Deutlich rückläufig war der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt in München. In der bayerischen Landeshauptstadt verzeichnete CBRE einen Flächenumsatz von 44.300 Quadratmetern (-56 Prozent). Deutlich zurück gingen auch die Anteile am Flächenumsatz von Eigennutzern (-55 Prozent auf lediglich 4 Prozent) sowie von Neubauten (-37 Prozent auf 26 Prozent).

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„Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt hat sich im ersten Halbjahr stabil gezeigt. Der Flächenumsatz war leicht über dem Niveau der letzten zwei ersten Halbjahre aber deutlich unter dem Niveau, das in den Jahren zuvor üblich war.“

Rainer Koepke

Head of Industrial & Logistics Leasing Germany

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