Besonders bemerkenswert sei die Entwicklung der Einzeldeals, heißt es. Sie können gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent zulegen. Mit gut 4,1 Milliarden Euro zeichnen sie allein für 67 Prozent des Gesamtvolumens verantwortlich. Portfoliotransaktionen erreichen dagegen nur gut 2 Milliarden Euro Investmentvolumen (- 39 Prozent). Insbesondere in der ersten Jahreshälfte wurden lediglich kleinere Pakete verkauft. Im zweiten Halbjahr zog dieses Segment dann jedoch wieder spürbar an und verbuchte mit 80 Prozent den Hauptanteil der Portfolioinvestments.

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von Tim-Oliver Frische
Vor allem durch die nach wie vor hohen Fremdfinanzierungskosten haben die Netto-Spitzenrenditen im Jahresverlauf an allen A-Standorten zugelegt. Im vierten Quartal sind sie um 10 Basispunkte auf 4,50 Prozent gestiegen, in Leipzig sind nunmehr 4,70 Prozent anzusetzen. Im Vorjahresvergleich beträgt der Anstieg 25 Basispunkte.
Starkes Abschneiden der mittelgroßen Deals
Die bedeutenden Märkte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart erzielen ein Logistik-Transaktionsvolumen von insgesamt 1,74 Milliarden Euro. Dabei verbuchen Berlin, München und Stuttgart zum Teil erhebliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Über alle bedeutenden Standorte hinweg ergibt sich im Vorjahresvergleich ein Plus von rund 2 Prozent, während die Abweichung gegenüber dem langjährigen Schnitt -7 Prozent beträgt und damit deutlich niedriger ausfällt als im Gesamtmarkt.
Die Verteilung der Investments nach Größenklassen zeigt ein vergleichsweise gleichmäßiges Bild. Der Anteil der großvolumigen Deals über 100 Millionen Euro liegt bei lediglich knapp 27 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent). Die Klasse 10 bis 25 Millionen Euro knackt dagegen erst zum dritten Mal überhaupt die 1-Milliarde-Euro-Marke. Deals zwischen 50 und 100 Millionen Euro legen um 21 Prozent zu. Das Segment 25 bis 50 Millionen Euro stellt mit knapp 1,8 Milliarden Euro einen neuen Rekord auf.
Perspektiven
Der Logistik-Investmentmarkt habe laut BNP 2025 eine durchaus positive Dynamik gezeigt. Für das Jahr 2026 ist davon auszugehen, dass die Rahmenbedingungen wohl vor allem in der ersten Jahreshälfte noch herausfordernd bleiben. Für die nach wie vor schwächelnde wirtschaftliche Entwicklung werden im Jahresverlauf positive Impulse aus den Sondervermögen für Infrastruktur- und Umweltmaßnahmen sowie den finanziellen Spielräumen für Verteidigungsmaßnahmen erwartet.
Darüber hinaus sollten laut BNP dringend notwendige Reformen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts umgesetzt werden und erste Wirkung zeigen. Daneben bleiben jedoch die eher noch zunehmenden geopolitischen Krisen und militärischen Konflikte sowie die erratische US-Politik ein großer Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft und die Stimmung der Investoren.
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