Der Energieversorger Enviria und Deka Immobilien statten den Logistikpark Meerane mit einem Energiesystem aus, das Photovoltaik, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und ein Energie-Management-System miteinander verbindet. Wie die Unternehmen mitteilen, sollen auf fünf Logistik- und Industriehallen Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 12,3 Megawatt Peak entstehen. Damit sollen die Mieter am Standort künftig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden.
Die dafür notwendigen Dachflächen stellt Deka Immobilien im Zuge eines Dachmietmodells bereit. Enviria übernimmt Finanzierung, Errichtung und Betrieb des Gesamtsystems. Perspektivisch planen die Partner eine Vollbelegung, die auch die sechste Halle einschließt.

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von Tim-Oliver Frische
Insgesamt werden rund 26.300 Photovoltaikmodule auf etwa 122.000 Quadratmetern Dachfläche installiert. Die Anlage ist auf eine Jahresproduktion von mehr als 12,2 Millionen Kilowattstunden Solarstrom ausgelegt – rechnerisch genug, um rund 4.000 Privathaushalte zu versorgen. Die jährlichen CO2-Emissionen sinken damit laut Enviria um etwa 5.000 Tonnen CO2-Äquivalente. Der bestehende Netzanschluss am Standort werde für das gesamte System genutzt, heißt es weiter.
Batteriespeicher zur Steuerung von Lastspitzen
Einen zentralen Baustein bilden Batteriespeicher mit einer Leistung von 12,5 Megawatt und einer Kapazität von 25 Megawattstunden. Sie dienen dazu, Lastspitzen zu steuern, den Eigenverbrauch zu optimieren und energiewirtschaftliche Spielräume zu nutzen.
„Dieses Portfolio ist ein Beispiel dafür, wie sich aus bestehenden Immobilien ein integriertes Energiesystem entwickeln lässt – effizient, skalierbar und klar auf langfristige Versorgungssicherheit ausgerichtet“, sagt Melchior Schulze Brock, CEO von Enviria. „Die vollständige Kombination aus PV, Speicher, Ladeinfrastruktur und intelligenter Steuerung bildet die Grundlage für eine Energieversorgung mit Erneuerbaren, die wirtschaftlich und systemdienlich zugleich ist.“
„Durch die Integration von Batteriespeichern entsteht ein System, das Lastspitzen aktiv steuert, Eigenverbrauch effizient nutzt und gleichzeitig energiewirtschaftliche Chancen erschließt“, ergänzt Schulze Brock.
Zum Gesamtpaket gehört außerdem eine Ladeinfrastruktur für die Mieter am Standort. Sämtliche Komponenten werden über ein zentrales Energie-Management-System verknüpft, das den Einsatz des vor Ort produzierten Stroms koordiniert und die Eigenverbrauchsquote optimiert.
Die Installationsarbeiten sollen im dritten Quartal 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme ist rund ein Jahr später vorgesehen.
„Die vollständige Kombination aus PV, Speicher, Ladeinfrastruktur und intelligenter Steuerung bildet die Grundlage für eine Energieversorgung mit Erneuerbaren, die wirtschaftlich und systemdienlich zugleich ist.“
Melchior Schulze Brock
CEO von Enviria

















