Würth España, die spanische Tochtergesellschaft der Würth-Gruppe, und der spanische Telekommunikationsanbieter Telefónica setzen in einem gemeinsamen Pilotprojekt Quantencomputing zur Optimierung von Verpackungsprozessen ein. Im Logistikzentrum von Würth im nordspanischen Agoncillo in der Region La Rioja kamen dabei Quantenalgorithmen in Kombination mit Methoden der künstlichen Intelligenz zum Einsatz, um die Verteilung von Produkten auf Versandkartons zu verbessern. Ziel des Projekts ist es, Anzahl und Größe der benötigten Pakete je Bestellung zu reduzieren. Damit ließe sich das Transportvolumen senken und die Logistikkosten pro Bestellung verringern, heißt es in einer Pressemitteilung.

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von Tim-Oliver Frische
Im Zuge des Pilotprojekts wurden mehr als 6.000 Bestellungen bearbeitet. Die Verpackungseffizienz stieg dabei um 14 Prozent. Die Anzahl der eingesetzten Kartons sank um 3 Prozent, der Kartonverbrauch insgesamt um mehr als 6 Prozent. Das Transportvolumen in den Speditionen reduzierte sich um rund 7 Prozent.
Das Projekt entstand im Quantum Technologies Center von Telefónica in Bilbao, das im Januar 2026 als Javier Echenique Quantum Technologies Talent and Technology Center eröffnet wurde. Von dort aus entwickelt Telefónica Anwendungsfälle für Branchen wie Industrie, Energie, Logistik, Cybersicherheit und Banken. In Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Tecnalia und dem Start-up Qcentroid, das Unternehmen über seine Plattform Quantumops an Quantencomputing-Lösungen heranführt, wurden hybride Rechenverfahren eingesetzt, die nach Angaben der Beteiligten bereits heute in industriellen Umgebungen praktisch nutzbar sind.
„Die Teilnahme an diesem wegweisenden Projekt hat uns ermöglicht, das Potenzial von Zukunftstechnologien wie Quantencomputing aus einer sehr praxisnahen und operativen Perspektive zu erkunden und für die Herausforderungen der Logistik von morgen nutzbar zu machen“, sagt Begoña López, Chief Operations Officer von Würth España S.A.
„Dieses Innovationsprojekt zeigt, dass Quantencomputing in Verbindung mit künstlicher Intelligenz neue und bessere Dienste für Kundinnen und Kunden ermöglichen kann. Grundlage dafür ist ein leistungsfähiges Netz, das den Zugang zu den innovativsten Technologien schafft und gezielt auf konkrete Kundenanforderungen eingeht.“
Leonor Ostos
Direktorin für Produkt- und Serviceentwicklung bei Telefónica Spanien

















