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18.06.2026

E-Commerce bleibt laut CBRE-Studie Nachfragetreiber

Der europäische E-Commerce-Markt hat sich nach den pandemiebedingten Schwankungen wieder stabilisiert. Die inflationsbereinigten Online-Ausgaben liegen nur noch rund 1 Prozent unter dem Höchststand aus dem Jahr 2021. Das ist das Ergebnis einer CBRE-Analyse.
©: CBRE
CBRE erwartet in seiner aktuellen Studie trotz einer insgesamt moderateren Marktentwicklung mit weiterhin steigenden Online-Umsätzen.
Foto: CBRE

Der europäische E-Commerce-Markt hat sich nach den pandemiebedingten Schwankungen wieder stabilisiert. Die inflationsbereinigten Online-Ausgaben liegen inzwischen nur noch rund 1 Prozent unter dem Höchststand aus dem Jahr 2021. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE hervor.

Trotz einer insgesamt moderateren Marktentwicklung rechnet das Dienstleistungs- und Investmentunternehmen mit weiter steigenden Online-Umsätzen – insbesondere in den Bereichen Elektronik, Gesundheit und Schönheitspflege sowie im Lebensmittelhandel. Der Online-Handel bleibt damit einer der wesentlichen Treiber für die Nachfrage nach Logistikflächen in Europa. Gleichzeitig verändert die zunehmende Verzahnung von Online- und stationärem Handel die Anforderungen an Einzelhandelsimmobilien.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

„Die Zeit des explosionsartigen Wachstums im E-Commerce ist zwar vorbei, der strukturelle Trend bleibt jedoch intakt“, sagt Frank Emmerich, Head of Retail Germany bei CBRE. „Für Einzelhandelsimmobilien bedeutet dies vor allem eine stärkere Polarisierung des Marktes. Händler konzentrieren ihre Filialnetze zunehmend auf leistungsstarke Standorte und investieren verstärkt in attraktive Flagship-Stores. Davon profitieren insbesondere erstklassige Einzelhandelslagen, während sich die Unterschiede zu sekundären Standorten weiter vergrößern dürften“

Stationäre Filialen als Teil der Lieferkette

Mit der zunehmenden Verknüpfung der Vertriebskanäle übernehmen stationäre Geschäfte vermehrt logistische Funktionen. Händler setzen Filialen für Click-and-Collect-Angebote, die Retourenabwicklung sowie die Bearbeitung von Online-Bestellungen ein. Das erhöht den Bedarf an Lager- und Nebenflächen innerhalb bestehender Verkaufsstandorte. Einen weiteren Impuls könnten Retourengebühren liefern, mit denen Händler die Kosten der Rücksendelogistik senken und Kunden zur Abgabe von Retouren in den Filialen bewegen wollen.

Automatisierungsfähige Immobilien gewinnen an Bedeutung

Auf dem Logistikimmobilienmarkt rücken nach der pandemiebedingten Ausweitung von Lagerkapazitäten nun Effizienz, Automatisierung und Flexibilität in den Vordergrund.

„E-Commerce bleibt trotz der Normalisierung nach der Pandemie ein zentraler Nachfragetreiber für Logistikflächen in Europa“, sagt Sarina Schekahn, Head of Industrial & Logistics Leasing Germany bei CBRE. „Allerdings suchen Nutzer heute deutlich gezielter nach modernen, automatisierungsfähigen Immobilien. Gefragt sind Flächen, die Robotik, intelligente Lagertechnik und nachhaltige Betriebsmodelle unterstützen und gleichzeitig flexibel für unterschiedliche Nutzergruppen einsetzbar sind. “

CBRE geht davon aus, dass künftige E-Commerce-Lagerhäuser weniger stark auf einzelne Nutzer zugeschnitten sein werden als bisher. Standardisierte und flexibel einsetzbare Gebäudekonzepte gewinnen an Gewicht und verbessern die langfristige Vermarktungsfähigkeit der Objekte.

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„Die Zeit des explosionsartigen Wachstums im E-Commerce ist zwar vorbei, der strukturelle Trend bleibt jedoch intakt.“

Frank Emmerich

Head of Retail Germany bei CBRE

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