ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
12.09.2024

Spitzenmieten steigen weiter – aber langsamer

Realogis hat seine neue Mietpreiskarte für Logistik-Neubauten veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Spitzenmiete ist im Durchschnitt über alle Logistikregionen hinweg innerhalb eines Jahres um 6,8 Prozent gestiegen – in den Top-8-Standorten im Mittel sogar um 9 Prozent.
©: iStock
München bleibt teuerster Neubau-Logistikstandort in Deutschland nach Spitzenmietpreis.
Foto: iStock

Realogis hat seine Mietpreiskarte für das erste Halbjahr 2024 veröffentlicht. Dafür hat das Beratungsunternehmen die Entwicklung der Spitzenmieten von Neubauten in 33 Logistikregionen Deutschlands innerhalb der letzten zwölf Monate untersucht. Das Ergebnis: Die Spitzenmiete ist im Durchschnitt über alle Märkte hinweg innerhalb eines Jahres um 6,8 Prozent gestiegen – in den Top-8-Standorten im Mittel sogar um 9 Prozent.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Was die Top-8-Standorte betrifft, so wird die durchschnittliche Verteuerung vor allem durch die Mietsteigerungen im Ruhrgebiet getrieben. Dort stiegen die Spitzenmieten um satte 19,2 Prozent. In die Auswertung kamen die Top-8-Standorte Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Ruhrgebiet, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München.

Wachstum verlangsamt sich

Allerdings habe sich das Mietpreiswachstum der Spitzenmiete am oberen Ende der Preisspanne in den vergangenen sechs Monaten deutlich verlangsamt. Im Mittel liegt die Verteuerung über alle 33 Märkte im Vergleich zum Jahresende nur bei 0,9 Prozent. Am höchsten Punkt der Mietpreisverteuerung in den letzten fünf Jahren lag die durchschnittliche jährliche Verteuerung Ende 2022 noch bei 14,9 Prozent, heißt es seitens Realogis.

Mit Blick auf alle 8 Top-Märkte liegt die durchschnittliche Verteuerung der ersten sechs Monate 2024 ebenfalls bei 0,9 Prozent. Dies sei dem Ruhrgebiet als einzigem Top-Markt mit einem Mietpreiswachstum von +6,9 Prozent geschuldet ist. Dennoch bleibt die Region um Rhein und Ruhr weiterhin der günstigste Top-Markt. Alle anderen Top-Märkte vollzogen eine Seitwärtsbewegung.

Drei bayerische unter den fünf teuersten Märkten

Absolut teuerster Neubau-Logistikstandort in Deutschland nach Spitzenmietpreis ist weiterhin München mit 12 Euro/Quadratmeter. Der Mietpreis der Bayernmetropole hat sich binnen zwölf Monate um 14,3 Prozent verteuert. Auf Platz 2 folgt Nürnberg mit 8,90 Euro/Quadratmeter, was einer Seitwärtsbewegung sowohl im Preis als auch im Rang gleichkommt. Drei Ränge aufsteigen kann der Logistikimmobilienmarkt der Hauptstadtmetropole: Die Verteuerung in Berlin beträgt 10,3 prozent und der aktuelle Mietpreis 8,60 Euro/Quadratmeter.

Einzig Hof mit rückläufigen Spitzenmieten

Die günstigsten Märkte nach dem oberen Ende der Mietpreisspanne für Neubauten sind Zwickau und Halle mit einer Spitzenmiete von jeweils 6 Euro/Quadratmeter gefolgt von Erfurt mit 5,60 Euro/Quadratmeter und Hof mit 5,50 Euro/Quadratmeter. Das Schlusslicht Hof hat zudem als einziger Standort rückläufige Spitzenmieten: Sie sanken um 5,2 Prozent auf 5,50 Euro/Quadratmeter gegenüber dem 1. Halbjahr 2023.

Hier geht es zur interaktiven Mietpreiskarte H1 2024 von Realogis: www.realogis.de/insights/mietpreiskarten

ANZEIGE

19,2%

höhere Spitzenmieten als noch vor einem Jahr müssen im Ruhrgebiet gezahlt werden

ANZEIGEN

Lesen Sie auch

Stuttgarter Logistikimmobilienmarkt entwickelt sich positiv

Stuttgarter Logistikimmobilienmarkt entwickelt sich positiv

Der Logistik- und Industrieimmobilienmarkt in der Region Stuttgart hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugelegt. Realogis verzeichnete einen Gesamtflächenumsatz von 129.500 Quadratmetern. Das entspricht nahezu dem Dreifachen des Vorjahreswertes.

LIP Invest: Flächennachfrage nach Logistikimmobilien steigt weiter

LIP Invest: Flächennachfrage nach Logistikimmobilien steigt weiter

Laut dem Marktbericht „LIP Up to date – Logistikimmobilien Deutschland“ von LIP Invest hat der Investmentmarkt für Logistikimmobilien im 2. Quartal ein Transaktionsvolumen von 1,5 Milliarden Euro erreicht. Das Halbjahresergebnis liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Stuttgarter Logistikimmobilienmarkt entwickelt sich positiv

Stuttgarter Logistikimmobilienmarkt entwickelt sich positiv

Der Logistik- und Industrieimmobilienmarkt in der Region Stuttgart hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugelegt. Realogis verzeichnete einen Gesamtflächenumsatz von 129.500 Quadratmetern. Das entspricht nahezu dem Dreifachen des Vorjahreswertes.

Das neueste

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

30. September 2026 – Planen, entwickeln, bauen: Was ist aus dem kleinen 1×1 der Assetklasse Logistik geworden? Und was ist derzeit der „heißeste Sch…“, der auf dem Markt der Logistikimmobilien diskutiert wird? Freuen Sie sich auf eine Diskussion, die pünktlich zur Expo Real einheizt. Also: Anmelden und mittendrin sein – statt nur daneben.

WEITERLESEN

Beliebt bei unseren Lesern

Jan-Gerd Bach startet mit GDD Development durch

Jan-Gerd Bach hat nach 16 Jahren seine Geschäftsführerposition bei der Düsseldorfer Greenfield Development GmbH zu Ende September aufgegeben. Seit Oktober kümmert er sich als geschäftsführender Gesellschafter um die Geschicke der von ihm selbst gegründeten GDD...

Thielemann Group baut Logistikzentrum in Bayern

Die Thielemann Group investiert rund 30 Millionen Euro im oberpfälzischen Wernberg-Köblitz. Auf einem Grundstück von rund 53.000 Quadratmetern wird das Unternehmen nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr den Bau eines neuen Logistikzentrums mit einer Fläche von über...

Ramp One 2026

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Simon Carter wird neuer CEO von P3 Logistic Parks

Vor seinem Wechsel zu P3 war Simon Carter unter anderem für British Land, Logicor sowie Quintain Estates & Development tätig.

Simon Carter tritt zum 17. September den Posten des CEOs von P3 Logistic Parks an. Frank Pörschke gibt die Position nach nahezu 6 Jahren an der Spitze des Unternehmens ab. Während der Übergangsphase soll er Carter und das erweiterte Führungsteam unterstützen.

MLP Group legt starke Halbjahreszahlen vor

Der Logistikpark MLP Pruszków II bei Warschau ist eines der Schlüsselprojekte im Portfolio des Entwicklers. Erst im Februar 2026 erweiterte der Elektronikanbieter Cordon Electronics die angemietete Fläche und verlängerte den bestehenden Mietvertrag.

Die MLP Group hat im ersten Halbjahr Umsatz und Mieteinnahmen erhöht. Der Entwickler mit Hauptsitz in Warschau erzielte einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Mieteinnahmen legten um 33 Prozent zu.

Four Parx gewinnt HGK als Ankermieter in Hamburg

Mit der HGK Logistics and Intermodal begrüßt Four Parx den ersten Mieter seines Projekts in Hamburg-Harburg.

Four Parx hat für den geplanten trimodalen Hafenstandort „Triport“ in Hamburg-Harburg den ersten Nutzer gewonnen. Ein Geschäftsbereich der HGK-Gruppe wird dort mit einem Partner bestehende Aktivitäten in der Papierlogistik zusammenführen.