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14.04.2026

Chinesische Unternehmen pushen Berliner Logistikimmobilienmarkt

Laut Realogis registrierte der Berliner Logistikimmobilienmarkt im 1. Quartal 2026 einen lebhaften Auftakt. Der Flächenumsatz erreichte in den ersten 3 Monaten insgesamt 106.000 Quadratmeter. Damit lag das Segment 11 Prozent über dem 5-Jahresdurchschnitt.
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Berlin (Schmuckbild)
Foto: iStock

Realogis registrierte im 1. Quartal 2026 einen lebhaften Auftakt am Berliner Logistikimmobilienmarkt. Der Flächenumsatz erreichte in den ersten 3 Monaten insgesamt 106.000 Quadratmeter. Davon entfielen 96.700 Quadratmeter (91 Prozent) auf Hallenflächen, 5.900 Quadratmeter (6 Prozent) auf Büroflächen und 3.400 Quadratmeter (3 Prozent) auf Mezzaninflächen. Damit lag das Segment 11 Prozent über dem 5-Jahresdurchschnitt von 87.000 Quadratmetern. Bei den Hallenflächen stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19.500 Quadratmeter (25 Prozent).

Die Realogis-Kennzahlen im Überblick:

Flächenumsatz: 106.000 m²
Spitzenmiete: 10,50 Euro / m²
Durchschnittsmiete: 8,10 Euro / m²
Bestandsflächen: 46.500 m²
Neubau auf Brownfield: 50.300 m²
Neubau auf grüner Wiese: 9.200 m²
Mieter: 106.000 m²
Eigennutzer: 0 m²

Artikel

von Tim-Oliver Frische

‚Berlin ist stark in das Jahr 2026 gestartet‘, kommentiert Alexander Ego, Geschäftsführer von Realogis Immobilien Berlin. ‚Auffällig ist vor allem der großflächige Markteintritt von JD Logistics im Berliner Umland Süd. Vor dem Hintergrund des seit März 2026 nochmals sichtbar forcierten Roll-outs von Joybuy ist damit zu rechnen, dass sich weitere chinesische Unternehmen im Berliner Marktgebiet ansiedeln und die Nachfrage nach großflächigen Logistikimmobilien zusätzlich beleben.‘

Mieten bewegen sich seitwärts

Die Spitzenmiete lag im 1. Quartal 2026 unverändert bei 10,50 Euro pro Quadratmeter. Damit blieb sie 11 Prozent über dem 5-Jahresdurchschnitt von 9,47 Euro pro Quadratmeter. Auch die Durchschnittsmiete hielt das Niveau des Vorjahresquartals und erreichte 8,10 Euro pro Quadratmeter. Nach den Anstiegen der vergangenen Jahre zeigten die Mieten im ersten Quartal 2026 damit eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau.

Brownfield-Entwicklungen vor Bestandsflächen

Mit 50.300 Quadratmeter (47 Prozent) des Gesamtumsatzes lagen Abschlüsse in Neubauten auf Brownfield-Flächen vor Bestandsflächen mit 46.500 Quadratmeter (44 Prozent). Neubauten auf der grünen Wiese erreichten 9.200 Quadratmeter (9 Prozent).

Nach Gebäudetypen entfielen 69.400 Quadratmeter auf Big-Box-Flächen, 26.700 Quadratmeter auf sonstige Flächen und 9.900 Quadratmeter auf Gewerbeparks. Der Markt blieb mietergetrieben: Auf Mietabschlüsse entfielen 106.000 Quadratmeter beziehungsweise 100 Prozent. Eigennutzer wurden im 1. Quartal 2026 nicht registriert.

Berliner Umland Süd an der Spitze

Regional lag das Berliner Umland Süd im 1. Quartal 2026 mit 53.000 Quadratmeter (50 Prozent) vorne. Es folgte das Stadtgebiet Berlin mit 40.300 Quadratmeter (38 Prozent). Innerhalb des Stadtgebiets erzielte Berlin West 17.500 Quadratmeter vor Berlin Süd mit 13.100 Quadratmeter, Berlin Nord mit 5.300 Quadratmeter und Berlin Ost mit 4.400 Quadratmeter. Das Berliner Umland Nord kam auf 9.200 Quadratmeter beziehungsweise 9 Prozent, das Berliner Umland West auf 3.500 Quadratmeter beziehungsweise 3 Prozent. Im Berliner Umland Ost wurden keine Abschlüsse registriert.

Logistik und Spedition führen vor dem Handel

Die Branche Logistik und Spedition erreichte 53.200 Quadratmeter (50 Prozent) und stellte damit den größten Anteil am Flächenumsatz. Der Handel kam auf 27.600 Quadratmeter (26 Prozent). Die Sammelkategorie Sonstiges erreichte 14.000 Quadratmeter (13 Prozent).

Große Flächen bleiben bestimmend

Abschlüsse ab 10.001 Quadratmeter trugen mit 52.630 Quadratmeter genau die Hälfte zum Gesamtumsatz bei. Auf Flächen zwischen 5.001 Quadratmeter und 10.000 Quadratmeter entfielen 14.100 Quadratmeter. Das Segment zwischen 3.001 Quadratmeter und 5.000 Quadratmeter erreichte 20.370 Quadratmeter.

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„Vor dem Hintergrund des seit März 2026 nochmals sichtbar forcierten Roll-outs von Joybuy ist damit zu rechnen, dass sich weitere chinesische Unternehmen im Berliner Marktgebiet ansiedeln und die Nachfrage nach großflächigen Logistikimmobilien zusätzlich beleben.“

Alexander Ego

Geschäftsführer von Realogis Immobilien Berlin

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