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09.06.2021

LIP Invest veröffentlicht Marktbericht für das erste Quartal 2021

LIP Invest hat seinen aktuellen Marktbericht „LIP up to Date – Logistikimmobilien Deutschland“ veröffentlicht. Neben einem Rückblick auf das erste Quartal 2021 gibt der Bericht auch einen Ausblick auf die Entwicklung des Investmentmarktes für das zweite Quartal 2021.
©: LIP Invest / Pixabay [M]
Der quartalsweise erscheinende Marktberichts von LIP Invest beinhaltet Zahlen und Informationen zum Transaktionsvolumen, zum Flächenumsatz und Neubauvolumen sowie zur Renditeentwicklung in Abhängigkeit von Gebäudealter, Standort, Objektqualität und Mietvertragslaufzeit.
Foto: LIP Invest / Pixabay [M]

LIP Invest hat seinen aktuellen Marktbericht „LIP up to Date – Logistikimmobilien Deutschland“ veröffentlicht. Demnach sahen sich laut LIP die ohnehin angespannten globalen Lieferketten mit der Blockade des Suezkanals im ersten Quartal 2021 erneut vor Herausforderungen gestellt. Die Auswirkungen seien nicht nur am verspäteten Eintreffen von Saisonartikeln, sondern auch auf dem Logistikimmobilienmarkt zu bemerken. Viele Unternehmen versuchten bereits seit den Corona-Lockdowns ihre Lieferketten zu überarbeiten oder neu auszurichten.

Eine Möglichkeit ist der Aufbau von Pufferbeständen, um Versorgungsengpässe besser auffangen oder ganz vermeiden zu können. Dementsprechend stark ist der Flächenmarkt in Bewegung geraten und treibt die Nachfrage auf ein neues Rekordhoch. Auf dem gewerblichen Immobilieninvestmentmarkt liegen Logistikimmobilien mit ihrem hohen Transaktionsvolumen auf Platz zwei unter den Assetklassen.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

„Gleichzeitig beobachten wir einen spürbaren Preisanstieg auf dem Markt“, so Jan-Nicolai Tröndle, Head of Acquisition bei LIP Invest. „Die Renditespanne zwischen Neubauten und älteren Bestandsimmobilien ist so gering wie noch nie – bei Bestandsobjekten, die 30 Jahre oder älter sind, liegt die Bruttoanfangsrendite mittlerweile deutlich unter sechs Prozent. Es handelt sich hier nicht mehr nur um einzelne Marktausreißer. Wir haben mehrfach beobachtet, dass etwa 20-jährige Logistikimmobilien beinahe auf dem Niveau der Spitzenrendite, sprich unter vier Prozent, verkauft wurden. Uns als Investoren bereitet eine solche Entwicklung natürlich Kopfzerbrechen.“

Aufgrund dieses Preisanstiegs werden Neubauten noch mehr an Attraktivität gewinnen. LIP rechnet im Laufe des Jahres mit einer Fortsetzung der hohen Flächennachfrage und starker Resonanz seitens der Investoren.

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Investmentmarkt

Das Transaktionsvolumen zum Jahresauftakt 2021 brilliert laut LIP mit dem dritthöchsten jemals gemessen Ergebnis von 1,9 Milliarden Euro. Erneut sind an diesem Spitzenwert viele Einzeldeals beteiligt. Die Bruttospitzenrendite für absolute Top-Immobilien in bester Lage mit langen Mietverträgen ist im ersten Quartal leicht auf 3,85 Prozent gesunken. Auf der Angebotsseite wurden laut LIP im ersten Quartal 2021 Objekte mit einem Volumen von rund 1,1 Milliarden Euro zum Kauf angeboten, was einem deutlichen Zuwachs gegenüber dem vorherigen Quartal entspricht.

Mit über 60 Prozent fiel der Anteil der angebotenen Neubauten im ersten Quartal 2021 bemerkenswert hoch aus. Die Neubaudynamik liegt mit rund einer Million Quadratmeter auch etwas über dem Vorjahreszeitraum. Zudem ist ein leichter Anstieg spekulativer Bauten zu beobachten, so LIP. Im Vergleich zum Vorquartal fällt auf, dass im ersten Quartal 2021 wieder weit mehr Logistikimmobilien auf dem Markt von Industrieunternehmen genutzt wurden, rund 40 Prozent. Der Anteil der genutzten Fläche durch Logistikdienstleister beläuft sich auf circa 35 Prozent.

Flächenumsatz

Die Flächennachfrage liegt laut LIP im ersten Quartal 2021 auf einem Rekordhoch und übersteigt den Vorjahreswert um 20 Prozent: Das Gesamtergebnis von 1,7 Millionen umgesetzten Quadratmetern beschert dem Logistikimmobilienmarkt den besten Jahresauftakt aller Zeiten. Vo allem großflächige Vermietungen führten zu diesem Ergebnis.

Ausblick

In den letzten Monaten wurde in der Logistikbranche oft über Flexibilität und Resilienz gesprochen – neu angeheizt durch die Blockade des Suez-Kanals im März. Eine alternative Route für den Welthandel bietet zum Beispiel der International North South Transport Corridor (INSTC), an dem sowohl Indien als auch Russland maßgeblich beteiligt sind. Aber auch andere Länder – entlang oder am Ende des Korridors – können von dieser Route künftig profitieren.

1,9 Mrd. €

betrug das Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2021 – dem dritthöchsten jemals gemessen Ergebnis.

„Für unsere Standortbewertung beschäftigen wir uns intensiv mit alternativen Lieferwegen. Der Verkehr auf der Ost-West-Achse, etwa zwischen dem polnischen Poznań und Duisburg, hat durch den Ausbau Chinas Neuer Landbrücke merklich zugenommen. Dies erhöht die Attraktivität von Standorten am östlichen Rand Deutschlands als Einfallstor der Waren“, erklärt Bodo Hollung, Gesellschafter und Geschäftsführer von LIP Invest.

PDF-Download

Der Marktbericht steht kostenfrei
auf www.lip-invest.com zur Verfügung.

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