ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
23.11.2023

Aus für Amazon-Verteilzentrum in Niederösterreich

Der Rat der niederösterreichischen Gemeinde St. Valentin hat sich mehrheitlich gegen den Bau eines Verteilzentrums des US-Versandhändlers Amazon entschieden. Wie verschiedene Medien berichten, ist das Projekt damit endgültig vom Tisch.
©: iStock
Grüne, FPÖ und SPÖ gaben bereits vor der Gemeinderatssitzung bekannt, dass sie gegen das Bauvorhaben stimmen wollen. Die ÖVP enthielt sich der Stimme.
Foto: iStock
Der Rat der niederösterreichischen Gemeinde St. Valentin hat sich mehrheitlich gegen den Bau eines Verteilzentrums des US-Versandhändlers Amazon entschieden. Wie verschiedene Medien berichten, ist das Projekt damit endgültig vom Tisch. Amazon plante, in St. Valentin sein insgesamt fünftes Verteilzentrum in der Alpenrepublik zu errichten. Das Unternehmen werde nun andere Möglichkeiten suchen, das bestehende Netzwerk in Österreich zu optimieren, heißt es in einer schriftlichen Antwort auf die Gemeinderatsabstimmung.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Geplant war laut „Der Standard“ der Bau eines 5.200 Quadratmeter großen Gebäudes auf einem 50.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände in Neu-Thurnsdorf. Etwa 100 Mitarbeiter sollten hier nahe der Autobahn Pakete verladen. Durch die Zusteller sollten täglich 200 bis 400 Ausfahrten erfolgen, hatte Amazon erklärt. Dazu waren 105 Parkplätze für Mitarbeiter und ein Parkdeck mit Stellplätzen für 362 Lieferwagen vorgesehen.

Im Gemeinderat sah man das Projekt skeptisch. So bliebe es unklar, wie das Verkehrsaufkommen bei der Autobahnauffahrt Richtung Linz gelöst werden sollte. Auch beim Anteil der E-Fahrzeuge habe man sich nicht einigen können, ebenso wenig bei den Lieferpartnern. Der städtebauliche Vertrag mit Amazon und dem Projektbetreiber Fraktal Developement liege hinter den Erwartungen, bestätigte Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (SPÖ) dem Standard. Grüne, FPÖ und SPÖ gaben bereits vor der Gemeinderatssitzung bekannt, sich gegen das Bauvorhaben auszusprechen, die ÖVP enthielt sich der Stimme.

Das Online-Portal MeinBezirk.at zitierte eine Antwort auf das Aus von Amazon: „Wir bedauern die Entscheidung gegen die Ansiedlung und bedanken uns für den konstruktiven Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern und Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern von St. Valentin. Das Votum des Gemeinderates am 14. November respektieren wir und werden das Projekt nicht weiter verfolgen. Wir werden andere Möglichkeiten suchen, unser bestehendes Netzwerk in Österreich zu optimieren, damit Kundinnen und Kunden ihre Bestellungen in der Qualität erhalten, die sie von Amazon erwarten. Unser Ziel ist es, weiter in den Standort Österreich zu investieren und lokale Arbeitsplätze zu schaffen.“

ANZEIGE

50.000 m²

groß ist das Betriebsgelände, auf dem das Verteilzentrum errichtet werden sollte

ANZEIGE

Lesen Sie auch

Scantum DW managt Logistikportfolio von Barings

Scantum DW managt Logistikportfolio von Barings

Der Investment- und Asset-Manager Scantum DW hat das Property-Management-Mandat für ein Logistikportfolio in Deutschland im Auftrag von Barings übernommen. Das Portfolio umfasst vier Objekte mit einer Gesamtfläche von rund 85.000 Quadratmetern.

MLP Group erreicht 2025 Bestwert bei Vermietungen

MLP Group erreicht 2025 Bestwert bei Vermietungen

Die MLP Group hat im Geschäftsjahr 2025 Mietverträge über insgesamt 370.941 Quadratmeter unterzeichnet und damit ein für das Unternehmen „historisches Vermietungsergebnis“ erreicht. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozen

Scantum DW managt Logistikportfolio von Barings

Scantum DW managt Logistikportfolio von Barings

Der Investment- und Asset-Manager Scantum DW hat das Property-Management-Mandat für ein Logistikportfolio in Deutschland im Auftrag von Barings übernommen. Das Portfolio umfasst vier Objekte mit einer Gesamtfläche von rund 85.000 Quadratmetern.

Das neueste

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

30. September 2026 – Planen, entwickeln, bauen: Was ist aus dem kleinen 1×1 der Assetklasse Logistik geworden? Und was ist derzeit der „heißeste Sch…“, der auf dem Markt der Logistikimmobilien diskutiert wird? Freuen Sie sich auf eine Diskussion, die pünktlich zur Expo Real einheizt. Also: Anmelden und mittendrin sein – statt nur daneben.

WEITERLESEN

Beliebt bei unseren Lesern

Logistik-Investmentmarkt: Bester Jahresauftakt aller Zeiten

Der Logistik-Investmentmarkt schloss in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nahtlos an das Rekordjahresergebnis 2021 an und stellt eine beeindruckende Bestmarke auf. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate. Die aktuell registrierten 4,8 Milliarden...

Stefan Schade wechselt zu Feldberg Capital

Feldberg Capital verstärkt sein Team und hat Stefan Schade zum Director, Investment, ernannt. In seiner neuen Funktion wird Stefan Schade Investitionen in Industrie- und Logistikimmobilien in Deutschland betreuen. Er bringt dabei seinen reichen Erfahrungsschatz in den...

Ramp One 2026

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Enviria installiert 7.616 PV-Module in Wustermark

Enviria hat auf rund 15.000 Quadratmetern Dachfläche insgesamt 7.616 PV-Module installiert. Die prognostizierte CO2-Einsparung beträgt laut Enviria knapp 1,3 Millionen Kilogramm pro Jahr.

Enviria realisiert gemeinsam mit Real I.S. und der Nagel-Group eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Logistikobjekts im brandenburgischen Wustermark. Dafür werden 7.616 PV-Module installiert. Sie sollen laut Enviria knapp 1,3 Millionen Kilogramm pro Jahr einsparen.

Würth testet Quantencomputing in der Logistik

Würth testet Quantencomputing in der Logistik

Würth España setzt in Kooperation mit Telefónica in einem Pilotprojekt Quantencomputing zur Optimierung von Verpackungsprozessen ein. In einem Logistikzentrum im Nordspanien kamen Quantenalgorithmen in Kombination mit Methoden der künstlichen Intelligenz zum Einsatz.