ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
14.10.2021

Logistik-Investments bleiben auf der Überholspur

Die Erfolgsstory auf dem Logistik-Investmentmarkt setzt sich fort. Eine Analyse von BNP Paribas Real Estate hat ergeben, dass in den ersten drei Quartalen 6,2 Milliarden Euro in diese Assetklasse investiert wurden – und damit noch einmal zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
©: BNP Paribas Real Estate GmbH
Das Volumen rückt wieder in die Nähe des Rekordvolumens von 2017, das im Wesentlichen von großen Portfoliotransaktionen geprägt war.
Foto: BNP Paribas Real Estate GmbH
Die Erfolgsstory auf dem Logistik-Investmentmarkt setzt sich fort. In den ersten drei Quartalen wurden 6,2 Milliarden Euro in diese Assetklasse investiert und damit noch einmal 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Das Volumen rückt somit in die Nähe des Rekordvolumens von 2017, das im Wesentlichen von großen Portfoliotransaktionen geprägt war. Aktuell haben dagegen Einzeldeals einen neuen Spitzenwert erzielt und erstmals die 4-Miliarden-Euro-Marke durchbrochen. Mit mehr als zwei Milliarden Euro steuern aber auch Portfolios das dritthöchste jemals erzielte Volumen bei und steigern sich gegenüber dem Vorjahr um stolze 23 Prozent. Insgesamt unterstreicht eine nie dagewesene Anzahl von mehr als 200 registrierten Transaktionen die hohe Marktaktivität und die breite Nachfrage in allen Größenklassen. Das durchschnittliche Volumen pro Deal ist dabei von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 30 Millionen Euro gesunken“, sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Berlin und Hamburg Kopf an Kopf

In den bedeutenden Immobilienmärkten zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild: Berlin und Hamburg stechen mit etwas mehr und etwas weniger als einer halben Milliarde Euro heraus. Damit erzielen sie gegenüber dem Vorjahr erhebliche Zuwächse und auch jeweils ein Rekordergebnis der letzten zehn Jahre. Daneben erreicht lediglich Köln mit 105 Millionen Euro ein dreistelliges Investmentvolumen. Die übrigen Standorte bleiben zum Teil deutlich darunter und erzielen damit auch jeweils unterdurchschnittliche Resultate. Vor dem Hintergrund der insgesamt dynamischen Entwicklung der Assetklasse wird deutlich, dass die schwächeren Ergebnisse auf den Produktmangel in zentraleren Lagen der großen Hubs zurückzuführen sind. Der allgemein verbreitete Flächenmangel für logistische Nutzungen führt dazu, dass die Unternehmen häufig gezwungen sind, in periphere Lagen – und damit außerhalb der Marktgebiete – auszuweichen.

Bei der Verteilung der Investments nach Größenklassen fallen die großvolumigen Deals mit knapp 46 Prozent erneut am stärksten ins Gewicht. Besonders bemerkenswert ist aber das hohe Volumen an Investitionen im Segment 10 bis 25 Millionen Euro, das fast 18 Prozent zum Gesamtergebnis beiträgt und sich damit den zweiten Platz sichert. Mit mehr als einer Milliarde Euro wurde in Objekte dieser Klasse wesentlich mehr investiert als je zuvor. Weitere knapp 17 Prozent und somit ebenfalls über eine Milliarde Euro entfallen auf Deals zwischen 25 und 50 Millionen Euro.

Spezialfonds dominieren den Markt

Die mit Abstand aktivste Käufergruppe sind Spezialfonds, die sich mit 39 Prozent an die Spitze der Verteilung setzen und für mehr als 2,4 Milliarden Euro verantwortlich zeichnen. Sie liegen sowohl bei den Einzel- als auch bei den Portfoliotransaktionen vorne und steigern ihr Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum noch einmal um 53 Prozent. Viele institutionelle Investoren legen ihr Kapital über entsprechende Fondsstrukturen an, die dadurch weiter an Bedeutung gewinnen. Auch Investment/ Asset Manager (14 Prozent) sowie Immobilien AGs/REITS (10,5 Prozent) steuern einen zweistelligen Umsatzanteil zum Volumen bei. Bemerkenswert ist daneben der hohe Anteil von Projektentwicklern (gut neun Prozent), die auf die hohe Nachfrage nach Logistikflächen reagieren und sich Grundstücke und Objekte mit Potenzial sichern.

Nachdem der Logistik-Investmentmarkt in den vergangenen zwei Jahren mehr Kapital aus dem Inland als von ausländischen Käufern generierte, hat sich diese Entwicklung aktuell wieder umgekehrt. Mit 44 Prozent liegt der Anteil aus Deutschland auch absolut unter dem Rekordergebnis aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-15 Prozent), jedoch weiterhin auf dem zweithöchsten Niveau der vergangenen zehn Jahre. Beim ausländischen Kapital haben sowohl Anleger aus Nordamerika (gut 27 Prozent) als auch aus Europa (rund 22 Prozent) mit großem Abstand zu den Vorjahren neue Höchstmarken gesetzt. Asiatische Anleger zeigen sich im Gegensatz zu den Vorjahren, als sie für große Portfoliotransaktionen verantwortlich zeichneten, ruhiger. Mit einem Anteil von fünf Prozent liegen sie deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt.

Nachdem sich die Netto-Spitzenrenditen in den vergangenen Quartalen zunächst auf dem erreichten Niveau stabilisiert hatten, haben sie aktuell erneut nachgegeben. Mit nunmehr 3,20 Prozent liegen sie 15 Basispunkte unter dem bisherigen Niveau und 30 Basispunkte unter dem Wert aus dem dritten Quartal 2020. In dieser Entwicklung spiegelt sich die ungebrochen hohe Nachfrage und das gleichzeitig begrenzte Angebot an Core-Objekten wider.

Perspektiven

„Die Rahmenbedingungen für Logistik-Investments bleiben weiterhin hervorragend, sodass die hohe Nachfrage nach deutschen Logistikimmobilien von nationalen und internationalen Investoren ungebrochen bleiben dürfte. Für das in der Regel besonders umsatzstarke Schlussquartal wird daher mindestens ein Volumen von zwei Milliarden Euro – wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre – erwartet. Einzig der Produktmangel könnte etwas dämpfend auf das Ergebnis wirken“, fasst Christopher Raabe die weiteren Aussichten zusammen.

ANZEIGE

200

registrierte Transaktionen und mehr wurden in den ersten drei Quartalen laut BNP getätigt – so viele wie noch nie zuvor.

Lesen Sie auch

Bauwo vermietet an „Müller – Die lila Logistik“

Bauwo vermietet an „Müller – Die lila Logistik“

Bauwo hat zwei der drei Bauteile seines im Bau befindlichen Logistikparks Dombühl vermietet. Das Unternehmen „Müller – Die lila Logistik“ sichert sich in der Build-to-Suit-Immobilie rund 52.000 Quadratmeter Nutzfläche. JLL hat den Vermieter beraten und den Abschluss vermittelt.

Garbe Industrial investiert in Tschechien

Garbe Industrial investiert in Tschechien

Die tschechische Tochter von Garbe Industrial entwickelt einen Industriepark nahe der deutsch-tschechischen Grenze. Der Baustart erfolgte Ende 2025, ein Ankermieter ist bereits gefunden. Insgesamt plant Garbe Investitionen von mehr als 60 Millionen Euro.

Garbe Industrial investiert in Tschechien

Garbe Industrial investiert in Tschechien

Die tschechische Tochter von Garbe Industrial entwickelt einen Industriepark nahe der deutsch-tschechischen Grenze. Der Baustart erfolgte Ende 2025, ein Ankermieter ist bereits gefunden. Insgesamt plant Garbe Investitionen von mehr als 60 Millionen Euro.

Das neueste

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

Am 1. Oktober war Ramp One, das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider, live auf Sendung. Fein portioniert diskutierten Branchenexperten im Vorfeld der Messe Expo Real Themen, die die Branche bewegen: das neue ESG-Label der Initiative Logistikimmobilien, die Logix-Studie zur kommunalen Wärmeplanung, den in diesem Jahr wieder ausgelobten Logix Award sowie das exklusive Interview mit Jan Dietrich Hempel im DVZ-Themenheft Logistikimmobilien.

WEITERLESEN

Beliebt bei unseren Lesern

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Jonas Hitz leitet Deutschlandgeschäft für Chancerygate

Neuer Head of Germany mit Sitz in Berlin: Jonas Hitz wechselt vom Light Industrial-Immobilieninvestor und -entwickler Beos zu Chancerygate.

Der Immobilienentwickler und Asset Manager Chancerygate mit Hauptsitz in London expandiert nach Deutschland. Der nach eigener Aussage britische Marktführer für urbane Logistikimmobilien hat ein Büro in Berlin eröffnet und Jonas Hitz zum Head of Germany ernannt.

MLP Group erreicht 2025 Bestwert bei Vermietungen

Der Logistikpark MLP Pruszków II bei Warschau ist eines der Schlüsselprojekte im Portfolio des Entwicklers. Erst im Februar 2026 erweiterte der Elektronikanbieter Cordon Electronics die angemietete Fläche und verlängerte den bestehenden Mietvertrag.

Die MLP Group hat im Geschäftsjahr 2025 Mietverträge über insgesamt 370.941 Quadratmeter unterzeichnet und damit ein für das Unternehmen „historisches Vermietungsergebnis“ erreicht. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozen

Bauwo vermietet an „Müller – Die lila Logistik“

Der Logistikpark befindet sich im Industrie- und Gewerbegebiet Dombühl-Süd mit Anschluss an die Autobahnen 6 und 7.

Bauwo hat zwei der drei Bauteile seines im Bau befindlichen Logistikparks Dombühl vermietet. Das Unternehmen „Müller – Die lila Logistik“ sichert sich in der Build-to-Suit-Immobilie rund 52.000 Quadratmeter Nutzfläche. JLL hat den Vermieter beraten und den Abschluss vermittelt.

LIP Invest erwirbt Logistikimmobilie in Thiendorf

Der KEP-Dienstleister Hermes Germany betreibt die Immobilie in Thiendorf als regionales Depot.

LIP Invest hat in Thiendorf bei Dresden eine Logistikimmobilie für den von Intreal verwalteten „LIP Real Estate Investment Fund – Logistics Real Estate V“ erworben. Der Ankauf erfolgte im Zuge eines Off-Market-Deals vom Bremer Projektentwickler und Investor Peper & Söhne.