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31.08.2026

Schwarz Gruppe plant Rechenzentrum in Mecklenburg-Vorpommern

Mögliche Milliarden-Investition in Infrastruktur und Digitalisierung: Mecklenburg-Vorpommern und Unternehmen der Schwarz Gruppe planen den Bau eines Rechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock. Bis 2033 könnten dafür bis zu 5,6 Milliarden Euro investiert werden.
©: Schwarz Corporate Affairs
Stellten gemeinsam die Rechenzentrumspläne vor: Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe, und Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Foto: Schwarz Corporate Affairs
Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und Unternehmen der Schwarz Gruppe wollen bei digitaler Infrastruktur und der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zusammenarbeiten. Geplant ist unter anderem der Bau eines Rechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock. Bis 2033 könnten dafür bis zu 5,6 Milliarden Euro investiert werden. Das Vorhaben soll die digitale Infrastruktur des Landes stärken und die Entwicklung sowie den Betrieb von Cloud- und KI-Lösungen nach deutschem Recht ermöglichen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Die Vereinbarung umfasst zwei Bereiche: Neben dem Infrastrukturprojekt wollen Mecklenburg-Vorpommern und Schwarz Digits gemeinsam leistungsfähige Digitallösungen für eine sichere öffentliche Verwaltung des Landes entwickeln. Vorgesehen ist, das Rechenzentrum im regulären Betrieb ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Zudem ist die Nutzung der entstehenden Abwärme für ein Fernwärmenetz geplant. Eine freie Kühlung über Umgebungsluft soll den Energiebedarf des Standorts reduzieren.

Rechenzentrum soll zunächst 240 Megawatt erreichen

Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen soll das Rechenzentrum bis 2033 eine Kapazität von 240 Megawatt erreichen. Die Unternehmen der Schwarz Gruppe wollen die Kapazitäten sowohl für ihr eigenes Ökosystem als auch für die Weiterentwicklung und Skalierung souveräner IT-Lösungen nutzen. Diese Aktivitäten sind bei Schwarz Digits gebündelt.

Bis 2045 könnte die Anschlussleistung auf 1 Gigawatt erweitert werden. Die technische Ausgestaltung des Projekts ist noch nicht abgeschlossen. Dazu zählen auch die Anforderungen an die Zusammensetzung der Cloud- und Microchips für Anwendungen der künstlichen Intelligenz.

Standort im Gewerbegebiet Dummerstorf vorgesehen

Das derzeit in Aussicht stehende Grundstück befindet sich im Gewerbegebiet der Gemeinde Dummerstorf südlich von Rostock. Für den Standort spricht unter anderem die Verfügbarkeit von Strom aus erneuerbaren Quellen in Norddeutschland. Dazu zählen Onshore- und Offshore-Windenergie. Außerdem ist ein Anschluss an das 380-Kilovolt-Höchstspannungsnetz möglich. Über Höchstspannungstrassen lassen sich große Strommengen effizient transportieren. Mit steigender Spannungsebene sinken zudem die Netzentgelte.

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„Digitale Souveränität entsteht nicht durch Appelle oder Reden. Sie entsteht durch Handeln, durch verlässliche Infrastruktur und durch praxistaugliche Anwendungen.“

Gerd Chrzanowski

Komplementär der Schwarz Gruppe

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