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Bauakademie veröffentlicht Neo Logistics Impact Report

Die Bauakademie hat ihren neuen „Neo Logistics Impact Report" vorgelegt. Der Marktbericht dokumentiert aktuelle Kennzahlen zu Betriebskosten, Energieverbrauch und Nachhaltigkeit von Logistikimmobilien in Deutschland. Demnach nehmen die Betriebskosten kontinuierlich zu.
©: Bauakademie
In dem Neo Logistics Impact Report 2025/26 berechnet und analysiert die Bauakademie Unternehmensgruppe zahlreiche Betriebskosten-, Energie- und ESG-Kennzahlen von Logistikimmobilien in Deutschland.
Foto: Bauakademie

Die Bauakademie, eine Forschungseinheit der Berliner Hochschule für Technik, hat ihren Marktbericht „Neo Logistics Impact Report 2025/26″ vorgelegt. Der Report dokumentiert aktuelle Kennzahlen zu Betriebskosten, Energieverbrauch und Nachhaltigkeit von Logistikimmobilien in Deutschland.

Für die Untersuchung werteten die Forschenden rund 250 Logistikhallen mit einer Brutto-Grundfläche von insgesamt etwa 9 Millionen Quadratmetern aus. Die Daten stammen von 30 verschiedenen Datenlieferanten und beziehen sich auf das Jahr 2024. Ergänzend wurden indexgestützte Hochrechnungen für 2025 erarbeitet.

Betriebskosten steigen kontinuierlich

Unter den befragten Marktteilnehmern stellen Investoren mit 187 Hallen und 7,3 Millionen Quadratmetern Brutto-Grundfläche die größte Gruppe. Der Kostenbericht konzentriert sich entsprechend auf ihre Perspektive. Daten von Mietern und Selbstnutzern fließen ergänzend für ausgewählte Kennzahlen ein.

Die Betriebskosten der Investorenhallen sind von 2023 auf 2024 um 4,7 Prozent auf durchschnittlich 11,50 Euro pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr gestiegen. Der nicht umlagefähige Anteil, der die Rendite der Eigentümer direkt belastet, liegt bei 1,80 Euro pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr. Bei 87 Prozent der Objekte, die in beiden Erhebungsjahren vertreten waren, sind die Kosten moderat oder deutlich gestiegen. In 13 Prozent der Fälle gelang eine Reduzierung durch aktives Gegensteuern. Für 2025 prognostizieren die Autoren einen weiteren Anstieg um 4,1 Prozent auf 11,97 Euro pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Innerhalb der Betriebskostenstruktur verzeichnen die Instandsetzungskosten den stärksten Zuwachs: Sie wuchsen von 2023 auf 2024 um rund 9 Prozent. Als Ursachen nennt der Report unter anderem inflationsbedingt steigende Material- und Lohnkosten. Versicherungsausgaben erhöhten sich im selben Zeitraum um etwa 8 Prozent – ein Anstieg, der unter anderem auf die zunehmende Häufigkeit von Naturereignissen zurückgeführt wird, die das Versicherungsrisiko erhöhen. Darüber hinaus wirken Verhaltensänderungen bei Nutzern und im Management auf die Kostenentwicklung ein.

„Mit dem Neo Logistics Impact Report 2025/26 schaffen wir Transparenz und bieten Orientierungswerte zu Nebenkosten und ESG-Kriterien für alle Marktteilnehmer. Darüber hinaus zeigt der Bericht relevante Entwicklungen auf – etwa mit einer umfassenden Analyse, welche Faktoren zum aktuellen Wachstum von Betriebskosten beitragen, sowie mit einer Übersicht, wie nachhaltig Logistikhallen derzeit tatsächlich betrieben werden“, sagt Andreas Kühne, Sprecher der Geschäftsführung der Bauakademie-Unternehmensgruppe. „Der Report geht mit der neuen Ausgabe in die zweite Runde. Wir freuen uns sehr, die Datenbasis seit dem letzten Mal erheblich erweitert zu haben und bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Unternehmen.“

Nachhaltigkeitspotenziale im Bestand

Der Report zeigt erhebliche Ausbaupotenziale bei der nachhaltigen Wärme- und Stromversorgung auf. So erzeugen 94 Prozent der Datenlieferanten ihre Wärme noch immer mit fossilen Brennstoffen. Im Investorensegment greifen lediglich 13 Prozent auf selbst erzeugten Strom aus erneuerbaren Quellen zurück; weitere 15 Prozent beziehen Ökostrom vom Markt. Der überwiegende Teil – 60 Prozent – nutzt den konventionellen deutschen Strommix. Zudem sind 60 Prozent der Investorenhallen nicht mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Von diesen Objekten sind 39 Prozent jünger als 5 Jahre.

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der untersuchten Immobilien liegen bei 14 Kilogramm pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr. Sowohl dieser Mittelwert als auch 48 Prozent der einzelnen Hallen überschreiten damit die Zielwerte des CRREM-Pfads (Carbon Risk Real Estate Monitor), der die maximalen Emissionswerte beschreibt, die Gebäude einhalten müssen, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen.
„Jüngere Bestandsimmobilien sind bereits deutlich energieeffizienter als ältere, das spiegelt sich auch in unserer Erhebung wider. Gleichzeitig zeigt der Report aber, wie viel Nachhaltigkeitspotenzial noch vorhanden ist – sei es durch den Ausbau von Photovoltaik, den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen oder die Modernisierung von Heizsystemen. Der Bestand ist damit ein zentraler Schauplatz der Energiewende in der Logistik“, schließt Andreas Kühne.

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„Mit dem Neo Logistics Impact Report 2025/26 schaffen wir Transparenz und bieten Orientierungswerte zu Nebenkosten und ESG-Kriterien für alle Marktteilnehmer. Darüber hinaus zeigt der Bericht relevante Entwicklungen auf – etwa mit einer umfassenden Analyse, welche Faktoren zum aktuellen Wachstum von Betriebskosten beitragen.“

Andreas Kühne

Sprecher der Geschäftsführung der Bauakademie-Unternehmensgruppe

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