ANZEIGE
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider

Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Das Scoring von Bulwiengesa vergleicht die 28 wichtigsten deutschen Logistikregionen miteinander. Allerdings: Was für den einen ein Geheimtipp ist, kann für den anderen durchaus eine abgehängte Region sein. Kein Zweifel besteht aber daran, dass gerade in der Coronakrise Logistikimmobilien eine nachgefragte und stabile Immobilienart sind.
©: Pixabay, Grafik: DVZ - Deutsche Verkehrs Zeitung
Foto: Pixabay, Grafik: DVZ - Deutsche Verkehrs Zeitung

Das Analyse- und Beratungshaus Bulwiengesa beobachtet seit Jahren den aufstrebenden Markt der Logistikimmobilien, leistet wichtige Grundlagenforschung und untersucht im Rahmen von Markt- und Standortanalysen eine Vielzahl von Immobilien europaweit. Gemeinsam mit den Partnern Berlin Hyp, Bremer Bau, Garbe und Savills wird seit 2015 die Studienreihe „Logistik und Immobilien“ publiziert. Bereits in der ersten Ausgabe war die Ableitung der Marktattraktivität, das Scoring der Logistikregionen, enthalten­.

Ein Hinweis vorweg: Zur Abgrenzung der Logistikregionen wurden deutschlandweit und flächendeckend sämtliche Bestände, Fertigstellungen, Flächenumsätze und Transaktionen betrachtet. Damit können die jeweiligen Hotspots in den verschiedenen regionalen Räumen Deutschlands erkannt werden. Zudem flossen in die Betrachtung regionalökonomische Faktoren ein wie die Bruttowertschöpfung im Bereich Handel und Verkehr. Somit wurden 28 Logistikregionen Deutschlands identifiziert. Im Folgenden wird das aktuelle Scoring der Logistikregionen mit Datenstand Ende 2019 betrachtet.

Neben dem Gesamtscore der Logistikregionen führen weitere Eingangsvariablen zur Ableitung von Unter- und Oberscores. So betrachtet Bulwiengesa neben den bereits erwähnten Größen zur Abgrenzung der Logistikregionen auch die jeweiligen Mieten, Renditen und Grundstückspreise in diesen Regionen. Die Analyse der Marktattraktivität ist ein fortwährendes und jährlich durchgeführtes Projekt, das die Studienreihe „Logistik und Immobilien“ mit einer verlässlichen Datenbasis unterstützt.

Artikel von

Ralf-Peter Koschny,

Vorstand bei Bulwiengesa

und

Patrik Völtz,

Studienleiter bei Bulwiengesa

Berlin und Hamburg buhlen um den ersten Platz

Im aktuellen Scoring befindet sich erneut die Logistikregion Berlin – also Kernstadt, Umland und Verflechtungsraum – auf dem ersten Platz. Wie bereits 2018 zeichnete sich die Logistikregion durch hervorragende Fundamentaldaten aus. Die Nachfrage nach Logistikflächen ist groß. Neu gebaut wird vorwiegend im südlichen bis südöstlichen Umland von Berlin. Untermauert wird diese Dynamik durch stark gestiegene Mietpreise­. Insgesamt konnte sich die Logistikregion durch einen starken Oberscore aus Angebot, Flächennachfrage und Mieten auf dem ersten Platz behaupten. Dicht gefolgt auf dem zweiten Platz befindet sich die Logistikregion Hamburg, denn auch hier stimmen die Fundamentaldaten seit Jahren. Beide Logistikregionen sind seit 2015 unter den Top-3-Platzierten zu finden.

In München schlägt sich der Flächenmangel nieder

Eine der Logistikregionen, in denen der deutschlandweite Flächenmangel am stärksten durchschlägt, ist München. Neubauprojekte finden sich, wenn überhaupt, nur auf rarem und stark nachgefragten Bauland und katapultieren München beim Grunstücksscore auf Platz 21 der 28 Logistikregionen. Daraus resultieren weitere abgeschlagene Platzierungen: Der Angebotsscore liegt mit dem 14. Platz im Mittelfeld. Ebenfalls durch Flächenmangel geprägt stellt sich der Nachfragescore auf Platz 18 dar. Unter Betrachtung aller Bewertungsdimensionen kommt die ­Logistikregion München lediglich auf den 9. Platz des aktuellen Rankings der deutschen Logistik­regionen.

ANZEIGE

Hidden Champions unter den Logistikregionen

Eine alte Bekannte unter den Hidden Champions stellt die „Königin der B-Standorte“, die Logistikregion Hannover/Braunschweig, dar. Hannover/Braunschweig kann durch dynamische Fundamentaldaten und ein gutes Angebot an Logistikstandorten und -lagen punkten. Im Laufe der Jahre konnte bis auf das Jahr 2017 stets eine Platzierung in den Top 10 verbucht werden. Im Ranking des Jahres 2019 steht diese attraktive Region auf
Platz sieben.

Ein tieferer Blick in die aktuelle Analyse legt interessante Details offen: So konnte die Logistikregion Ostwestfalen/Lippe beim Scoring der Investmentnachfrage den ersten Platz erzielen. Betrachtet man das bloße Investmentvolumen in Quadratmetern, so befindet sich die Logistikregion auf Platz vier, dicht gefolgt von Rhein-Main/Frankfurt. Neben dem reinen Volumen aus dem Jahr 2019 wird auch die Stabilität der Investments im Zeitverlauf und der sogenannte Investment-Impact betrachtet – also der Anteil der gehandelten Flächen am Gesamtbestand.

Fast am Ende des Rankings, auf Platz 25, befindet sich die Logistik­region Magdeburg. Damit hat die Region gegenüber den Vorjahren zumindest zwei Plätze gutgemacht – zur leichten Verbesserung des Rankings führten einige große Neuansiedlungen, darunter Amazon. Schlusslichter sind aktuell Saarbrücken, Kassel/Göttingen sowie die Logistikregion Koblenz.

In Regionen abseits der Big5 wird viel gebaut

An erster Stelle der Regionen mit den höchsten Fertigstellungsvolumina an Logistikflächen rangiert mit Rhein-Main/Frankfurt weiterhin der Primus aus den zurückliegen­den Berichtszeiträumen. Innerhalb der Riege der Top-Regionen ist die Rangfolge allerdings in Bewegung. Die regionalen Schwerpunkte der Logistikflächenentwicklungen liegen nach wie vor in den etablierten Logistikregionen. Allerdings nimmt die Bautätigkeit bei den in der Peripherie oder in den äußeren Verflechtungs- und Umlandsbereichen der Logistikregionen gelegenen Standorten zu.

Nachfrage der Investoren generell hoch

Die Investmentnachfrage nach Logistikimmobilien erreichte im vergangenen Jahr ein erneut hohes Niveau. Die Gründe: Nationale wie internationale Investoren sind auf der Suche nach nachhaltigen Anlagezielen, die eine attraktive Verzinsung ermöglichen. Für sie ist der deutsche Markt für Logistik- und Industrieunternehmen attraktiv. Denn im Vergleich zu anderen Assetklassen oder Ländern ist die Verzinsung hoch, auch wenn gesunkene Renditen den Abstand zu anderen Immobilienarten deutlich verringert haben. Gleichzeitig verfügt der deutsche Markt über namhafte und bonitätsstarke Konzerne sowie dynamische und hochkarätige kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Obendrein machen eine geringe Zyklizität und hohe Cashflow-Rendite diese Assetklasse ­interessant. (tof)

Deutschland und seine Logistik­regionen

Der Ramp One-Kompass Logistikimmobilien schlägt in alle Himmelsrichtungen aus. Er hat nicht nur die Logistikimmobilien im Fokus, sondern Deutschlands Logistikregionen generell.

ANZEIGE

SEGRO Neu Wulmstorf

Lesen Sie auch

Prologis feiert Richtfest in Berlin Tegel

Prologis feiert Richtfest in Berlin Tegel

Prologis feierte das Richtfest seiner rund 8.500 Quadratmeter Logistik- und Büroflächen umfassenden Logistikimmobilie in Berlin Tegel. Bei dem Grundstück handelte es sich um eine Industriebrache, auf der sich zuvor eine Eisengießerei befand.

Segro trotzt Hamburger Flächenmangel

Segro trotzt Hamburger Flächenmangel

Mit einem spekulativen Neubau will Segro dem Flächenmangel auf dem Hamburger Industrie- und Logistikimmobilienmarkt entgegentreten. Im südlichen Stadtrand der Metropolregion errichtet der Projektentwickler noch im laufenden Jahr das Segro Logistics Centre Hamburg Neu Wulmstorf.

Segro trotzt Hamburger Flächenmangel

Segro trotzt Hamburger Flächenmangel

Mit einem spekulativen Neubau will Segro dem Flächenmangel auf dem Hamburger Industrie- und Logistikimmobilienmarkt entgegentreten. Im südlichen Stadtrand der Metropolregion errichtet der Projektentwickler noch im laufenden Jahr das Segro Logistics Centre Hamburg Neu Wulmstorf.

Das neueste

Beliebt bei unseren Lesern

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Garbe Industrial Real Estate entwickelt erstes Projekt in Tschechien

Die Garbe Industrial Real Estate GmbH bereitet ihre erste Projektentwicklung in Tschechien vor. Dazu hat der Spezialist für Logistik- und Industrieimmobilien ein 64.000 Quadratmeter großes Grundstück – ein Brownfield – in Chomutov erworben. Die Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern liegt am Rande des Erzgebirges im nordwestlichen Böhmen, etwa 20 Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt.

Die Sonnentankstelle auf dem Dach

Logistiker besitzen in der Regel große Dachflächen, die sich ideal zur Gewinnung von Solarstrom eignen. Die erforderlichen Anlagen gibt es als Leasingmodell und die Raten lassen sich sogar an die jahreszeitlichen Ertragsschwankungen anpassen. Wie, das erläutert Rafael Rätscher, Photovoltaikexperte der abcfinance GmbH, in einem Gastbeitrag.

Garbe erweitert Logistikpark bei Berlin

Garbe Industrial Real Estate schafft weiteres Ansiedlungspotenzial in der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Nordwestlich der Hauptstadt hat der Hamburger Projektentwickler begonnen, eine Logistikimmobilie mit einer Gesamtfläche von rund 21.000 Quadratmetern zu errichten.