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02.03.2026

Deutscher Brownfield Verband stellt Agenda für 2026 vor

Mehr als 120 Teilnehmende haben an der sechsten Jahreshauptversammlung des DEBV teilgenommen. Im Mittelpunkt standen Vernetzung, Wissensaustausch und die nachhaltige Entwicklung bereits genutzter Flächen. Eine Power-Hour sorgte für Impulse aus der Praxis.
©: DEBV
DEBV-Geschäftsführer Raphael Thießen (ganz rechts) und der 1. Vorstandsvorsitzende Rick Mädel (ganz links) luden zusammen mit weiteren Vorstands- und Beiratsmitgliedern des DEBV zur 6. Jahreshauptversammlung in die Zeche Zollverein nach Essen.
Foto: DEBV
Mehr als 120 Teilnehmende haben Ende Februar an der sechsten Jahreshauptversammlung des Deutschen Brownfield Verbands (DEBV) teilgenommen. Veranstaltungsort war der Digitalcampus der Zeche Zollverein in Essen. Im Mittelpunkt standen Vernetzung, Wissensaustausch und die nachhaltige Entwicklung bereits genutzter Flächen. Nach Angaben des Verbands zählt der Deutsche Brownfield Verband rund 5 Jahre nach Gründung mehr als 150 Mitglieder. Diese Entwicklung unterstreicht die Relevanz der Revitalisierung von Brownfields für Kommunen, Projektentwickler, Industrie und Investoren.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Durch das Programm der Jahreshauptversammlung führten Rick Mädel, erster Vorstandsvorsitzender, sowie Raphael Thießen, Geschäftsführer des Deutschen Brownfield Verbands. Beide verwiesen auf die Bedeutung professioneller Brachflächenentwicklung für Flächeneffizienz, Ressourcenschonung und wirtschaftliche Stabilität. Für das Jahr 2026 setzt der Verband auf mehrere Bausteine:

  • Brownfield-Zertifikat – Qualität sichtbar machen
  • Brownfield-Kataster – Potenziale systematisch erfassen
  • Brownfield-Award – Leuchtturmprojekte würdigen
  • Präsenz auf der Expo Real – Austausch auf höchstem Branchenniveau
  • Facharbeitsgruppen zu aktuellen Herausforderungen rund um Altlasten, Finanzierung, Genehmigung und nachhaltige Projektentwicklung

„Power-Hour“ mit Impulsen aus der Praxis

Einen Schwerpunkt der Veranstaltung setzte eine „Power-Hour“ mit fünf Kurzvorträgen entlang der Wertschöpfungskette. Die Bandbreite reichte dabei von politisch-strategischen Fragestellungen bis hin zu konkreten Zahlen, digitalen Innovationen und industriellen Sanierungslösungen. Die Vorträge zeigten, wie wichtig es ist, Politik, Kreislaufwirtschaft und Brownfields zusammenzubringen, um einen funktionierenden Markt zu schaffen.

Brownfield-Entwicklung als Teil der Flächenstrategie

Der Verband zog am Ende der Veranstaltung das Fazit, dass die Entwicklung von Brownfields als langfristige Aufgabe zu sehen sei. Wörtlich heißt es: „Die sechste Jahreshauptversammlung hat eines deutlich gemacht: Brownfield-Entwicklung ist kein Trend, sondern solide Zukunftsarbeit. Wer vorhandene Flächen intelligent nutzt, handelt wirtschaftlich, verantwortungsvoll und nachhaltig zugleich.“

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Mitglieder und mehr zählt der Deutsche Brownfield Verband nach eigener Aussage Anfang 2026.

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