
Artikel
von Tim-Oliver Frische
Grundsätzlich stellen die Studienautoren fest, dass sich Defence Properties vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, steigender Verteidigungsetats und des Aufbaus industrieller Kapazitäten zu einem eigenständigen, zunehmend institutionell investierbaren Marktsegment entwickeln. Für Entwickler, Asset Manager und Investoren eröffnet sich bis 2030 ein Zeitfenster, um an der europäischen Verteidigungswende mitzuwirken. Der Hintergrund: Bis dahin sollen zentrale Voraussetzungen für die europäische Verteidigungsfähigkeit geschaffen werden.
Antizyklischen Eigenschaften
Aus Investorensicht gelten laut der Studie vor allem die antizyklischen Eigenschaften als relevant. Hinzu kommen die staatliche Bonität vieler Nutzer sowie lange Mietvertragslaufzeiten. Die Nachfrage bewegt sich dabei weitgehend unabhängig von Büro-, Wohn- und klassischen Logistikmärkten und zeigt nur geringe Abhängigkeiten von konjunkturellen Schwankungen.
In ihrer Struktur weisen Defence Properties zudem Parallelen zu Infrastrukturinvestments auf, verfügen aber gleichzeitig über eine höhere Drittverwendungsfähigkeit und häufig attraktivere Risiko- und Rendite-Profile. Eigentümer und Entwickler können darüber hinaus von Wertsteigerungspotenzialen profitieren, etwa durch technische Modernisierung, Standorterweiterungen und die Reaktivierung brachliegender Flächen.
Mit dem wachsenden Interesse steigen jedoch auch die Anforderungen an Origination, Risikoanalyse und Management. Sicherheitsauflagen, ESG-Kriterien und komplexe Genehmigungsverfahren machen spezialisiertes Know-how erforderlich. Genannt werden außerdem diszipliniertes Underwriting sowie belastbare Governance- und Compliance-Strukturen.
Das vollständige White Paper „Defence Properties – ein neuer Sektor im Logistikimmobilienmarkt?“ kann hier als PDF heruntergeladen werden.
„Defence-Immobilien werden sich zu einer eigenständigen, stabilen Anlageklasse entwickeln: Getrieben von steigenden Sicherheitsausgaben, staatlicher Mietersolidität und geringer Konjunkturabhängigkeit bieten sie langfristig planbare Cashflows – und das in einem stark regulierten und spezialisierten Marktumfeld.“
Prof. Dr. Thomas Beyerle
Hochschule Biberach
















