ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
16.03.2023

Marktstudie soll Logistikzentren ressourceneffizienter machen

Im Forschungsprojekt „GILA“ des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik soll eine von März bis Mai 2023 laufende Marktstudie Aufschluss über die Energieeffizienz von Logistikstandorten geben. Die Forschenden rufen jetzt zur Teilnahme auf.
©: Jaspers-Eyers Architects, Philippe van Gelooven
Auch die Logistik-Branche muss ihren Teil zu den weltweiten Bemühungen beisteuern, Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Doch Betreibern und Eigentümern von Logistikzentren fehlt häufig die Transparenz, welche Ressourcen und welche Mengen verbraucht und welche Emissionen verursacht werden.
Foto: Jaspers-Eyers Architects, Philippe van Gelooven
Im Forschungsprojekt „GILA“ des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML soll eine von März bis Mai 2023 laufende Marktstudie Aufschluss über die Energieeffizienz von Logistikstandorten geben. Dazu sammeln die Forschenden Daten zur Energieeffizienz und zu Treibhausgas-Emissionen von verschiedenen Logistik-Standorten.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Auch die Logistik-Branche muss ihren Teil zu den weltweiten Bemühungen beisteuern, Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Die Ressourceneffizienz zu steigern und Treibhausgas-Emissionen zu senken sind wesentliche Bausteine, um das Pariser Abkommen einzuhalten und das ehrgeizige Ziel zu erreichen, bis 2050 die Logistik emissionsfrei zu gestalten. Genau dort setzt das Forschungsprojekt „GILA“ an, das noch bis Juli 2023 läuft.

Das Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts ist es, durchschnittliche KPI-Werte für ausgewählte Standorttypen zu erarbeiten und Abhängigkeiten zwischen Nachhaltigkeitsmaßnahmen und u. a. dem CO2-Fußabdruck zu identifizieren. Darüber hinaus erstellen sie eine Roadmap als Online-Plattform, auf der sie Basisinformationen zu Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Checklisten zur Überprüfung des Status quo für Logistikstandorte zur Verfügung stellen.

Es fehlt an Transparenz

Betreibern und Eigentümern von Logistikzentren fehle häufig die Transparenz, welche Ressourcen und welche Mengen verbraucht und welche Emissionen verursacht werden, so das Fraunhofer in einer Mitteilung. Das gelte teilweise für den jährlichen Bedarf, vor allem aber für den Verbrauch auf Prozess- oder Equipment-Ebene (zum Beispiel Beleuchtung, Intralogistik). Diese Transparenz sei aber entscheidend, um Reduktionspotenziale zu identifizieren und Nachhaltigkeitsmaßnahmen abzuleiten.

Die Ergebnisse vorheriger Marktstudien zeigen deutlich, dass der Ansatz von »GILA« anwendbar und für die Industrie hilfreich ist, da in den Bereichen Energieverbrauch, Austritt von Kältemittel und Transportverpackungen klare Anknüpfungspunkte für mehr Nachhaltigkeit identifiziert wurden. In der nächsten Erhebungsrunde möchten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch fokussierter versuchen, die bisher gewonnenen Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch, die bestehenden Datenlücken zu geografischem Rahmen und Standortclustern zu schließen.

Interessierte, die an der Marktstudie teilnehmen möchten, wenden sich an mailto:contact-reff@iml.fraunhofer.de. Weitere Informationen sind unter reff.iml.fhg.deveröffentlicht. Die Teilnahme an der globalen Marktstudie ermöglicht es, die gewonnenen Erkenntnisse direkt in die Planung und Umsetzung der eigenen Nachhaltigkeitsziele einzubinden.

ANZEIGE

„Das Ziel des (…) Projekts ist es, durchschnittliche KPI-Werte für ausgewählte Standorttypen zu erarbeiten und Abhängigkeiten zwischen Nachhaltigkeitsmaßnahmen und u. a. dem CO2-Fußabdruck zu identifizieren.“

Auszug aus einer Mitteilung des Fraunhofer IML

ANZEIGEN

Lesen Sie auch

Enviria installiert 7.616 PV-Module in Wustermark

Enviria installiert 7.616 PV-Module in Wustermark

Enviria realisiert gemeinsam mit Real I.S. und der Nagel-Group eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Logistikobjekts im brandenburgischen Wustermark. Dafür werden 7.616 PV-Module installiert. Sie sollen laut Enviria knapp 1,3 Millionen Kilogramm pro Jahr einsparen.

Enviria installiert 7.616 PV-Module in Wustermark

Enviria installiert 7.616 PV-Module in Wustermark

Enviria realisiert gemeinsam mit Real I.S. und der Nagel-Group eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Logistikobjekts im brandenburgischen Wustermark. Dafür werden 7.616 PV-Module installiert. Sie sollen laut Enviria knapp 1,3 Millionen Kilogramm pro Jahr einsparen.

Das neueste

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

30. September 2026 – Planen, entwickeln, bauen: Was ist aus dem kleinen 1×1 der Assetklasse Logistik geworden? Und was ist derzeit der „heißeste Sch…“, der auf dem Markt der Logistikimmobilien diskutiert wird? Freuen Sie sich auf eine Diskussion, die pünktlich zur Expo Real einheizt. Also: Anmelden und mittendrin sein – statt nur daneben.

WEITERLESEN

Beliebt bei unseren Lesern

Garbe erwirbt Brownfield in Gera

Garbe Industrial Real Estate hat in Gera ein rund 48.000 Quadratmeter großes Konversionsgrundstück erworben. Geplant ist, dort eine Logistik- und Gewerbeimmobilie mit 28.000 Quadratmetern Gesamtfläche zu errichten. Mit dem Bau soll im April 2024 begonnen werden. Die...

Ramp One 2026

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Logix gewinnt neue Sponsoren und verstärkt Beirat

Thomas Burger, Head of Corporate Real Estate bei Dachser, verstärkt den Beirat der Logix Initiative. Dachser gehört zu den sieben neuen Sponsoren, die die Initiative Logistikimmobilien kürzlich für sich gewinnen konnte.

Logix erweitert seinen Unterstützer-Kreis. Insgesamt schließen sich sieben weitere Unternehmen der Plattform für die Logistik- und Industrieimmobilienbranche an. Außerdem beruft Logix Thomas Burger, Head of Corporate Real Estate bei Dachser, in den Beirat.

Würth testet Quantencomputing in der Logistik

Würth testet Quantencomputing in der Logistik

Würth España setzt in Kooperation mit Telefónica in einem Pilotprojekt Quantencomputing zur Optimierung von Verpackungsprozessen ein. In einem Logistikzentrum im Nordspanien kamen Quantenalgorithmen in Kombination mit Methoden der künstlichen Intelligenz zum Einsatz.

Fiege baut Healthcare-Standort in Münster aus

Mehr Platz für Healthcare-Logistik: Das Grevener Familienunternehmen Fiege baut seine Kapazitäten am Standort Münster-Hessenweg aus.

Auf einem Grundstück neben einem bestehenden Healthcare-Logistikzentrum in Münster plant Fiege ein weiteres Single-User-Center für die Pharmabranche. Der Neubau soll mehr als 10.000 Quadratmeter Logistikfläche umfassen und von Fiege Real Estate entwickelt werden.