ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
15.07.2026

Bremer Logistikimmobilienmarkt bleibt im 1. Halbjahr stabil

Der Markt für Logistik- und Industrieflächen in Bremen hat das erste Halbjahr mit einem Flächenumsatz von rund 113.000 Quadratmetern abgeschlossen. Das ergeben Daten von Robert C. Spies. Damit liegt das Ergebnis liegt nur knapp unter dem Fünfjahresdurchschnitt.
©: Robert C. Spies
Robert C. Spies hat den Marktreport Logistik & Industrie Bremen 1. Halbjahr 2026 veröffentlicht.
Foto: Robert C. Spies

Der Markt für Logistik- und Industrieflächen in Bremen und dem direkten Umland hat das erste Halbjahr 2026 mit einem Flächenumsatz von rund 113.000 Quadratmetern abgeschlossen. Das Ergebnis liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Vergleich: Der Fünfjahresdurchschnitt beträgt rund 272.000 Quadratmeter pro Jahr, also etwa 136.000 Quadratmeter je Halbjahr. Diese Daten hat das Bremer Maklerunternehmen Robert C. Spies erhoben.

Trotz der weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen zeige sich der Bremer Logistikimmobilienmarkt bemerkenswert robust, kommentiert Björn Sundermann, Geschäftsführer der Robert C. Spies Industrial Real Estate. Die Flächennachfrage sei grundsätzlich positiv, die Risikobereitschaft potenzieller Nutzer bleibt jedoch gering. Flächen würden bedarfsorientiert und weniger spekulativ angemietet. Logistikunternehmen kalkulieren ihre Flächenbedarfe präziser und verzichten häufiger auf Reserveflächen.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Unternehmen aus den Bereichen Produktion und Light Industrial stellen mit knapp 40 Prozent am Gesamtflächenumsatz die größte Nutzergruppe im ersten Halbjahr. Der größte Einzelabschluss entfiel auf ein Unternehmen aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt, das im Güterverkehrszentrum Bremen rund 29.000 Quadratmeter angemietet hat. Den zweitgrößten Abschluss verzeichnete ein Eigennutzer aus der Handelslogistik, der in Oyten eine Logistikimmobilie mit rund 27.000 Quadratmetern bezieht.

Mietpreise stabil, Vertragslaufzeiten kürzer

Die Spitzenmiete für moderne Logistikflächen liegt laut Erhebung unverändert bei 6,75 Euro pro Quadratmeter, die Durchschnittsmiete bei 5,65 Euro pro Quadratmeter. Beide Werte bewegen sich auf Vorjahresniveau.

Erkennbar ist eine Verkürzung der Mietvertragslaufzeiten. Viele Unternehmen bevorzugen flexiblere Vertragsmodelle. „Zudem orientieren sich Nutzer zunehmend an den Laufzeiten ihrer Kundenverträge und stimmen ihre Immobilienentscheidungen stärker darauf ab“, berichtet Sundermann. Langfristige Flächenanmietungen treten dadurch gegenüber operativ motivierten Entscheidungen häufiger in den Hintergrund.

Die Spitzenrendite für Core-Produkte liegt bei rund 5,1 Prozent und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Für klassische Lagerflächen werden derzeit Spitzenrenditen von rund 9,5 Prozent erzielt, für Light-Industrial-Objekte etwa 6,8 Prozent.

Prognose fußt auf solidem Marktumfeld

Für das zweite Halbjahr erwartet Robert C. Spies ein solides Marktumfeld. „Laufende Vertragsverhandlungen dürften zu perspektivischen Abschlüssen führen“, prognostiziert Sundermann. „Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach kleineren und flexibel nutzbaren Flächeneinheiten auf einem stabilen Niveau.“ Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Flächenumsatz von rund 240.000 Quadratmetern. Die breite Branchenstreuung der Nachfrage wertet Robert C. Spies als Indikator für die wirtschaftliche Bedeutung der Region als Logistikstandort. Aufgrund von Nachvermietungen und einem geringen Angebot spekulativer Neubauten dürfte die Leerstandsquote weiter sinken.

ANZEIGE

„Trotz der weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen zeigt sich der Bremer Logistikimmobilienmarkt bemerkenswert robust.“

Björn Sundermann

Geschäftsführer von Robert C. Spies Industrial Real Estate

ANZEIGE

Lesen Sie auch

Automatisierung treibt Nachfrage nach modernen Logistikflächen

Automatisierung treibt Nachfrage nach modernen Logistikflächen

Lagerautomatisierung verstärkt in Europa die Nachfrage nach modernen Logistikflächen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Prologis. Als wichtigster Treiber gelten Technologien, die dem Arbeitskräftemangel und der Grundstücksknappheit entgegenwirken.

Das neueste

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

Am 1. Oktober war Ramp One, das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider, live auf Sendung. Fein portioniert diskutierten Branchenexperten im Vorfeld der Messe Expo Real Themen, die die Branche bewegen: das neue ESG-Label der Initiative Logistikimmobilien, die Logix-Studie zur kommunalen Wärmeplanung, den in diesem Jahr wieder ausgelobten Logix Award sowie das exklusive Interview mit Jan Dietrich Hempel im DVZ-Themenheft Logistikimmobilien.

WEITERLESEN

Beliebt bei unseren Lesern

Garbe baut Logistikzentrum bei Dresden

Garbe Industrial Real Estate entwickelt derzeit eine Logistikimmobilie im Großraum Dresden. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 24 Millionen Euro. Konzipiert ist das Objekt als Multi-User-Warehouse mit einer Gesamtfläche von 24.500 Quadratmetern. Noch im Februar...

Ramp One 2026

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Scantum DW managt Logistikportfolio von Barings

Der Deal umfasst vier Objekte. Sie liegen in Herleshausen, Frankfurt am Main, Darmstadt sowie mit insgesamt rund 85.000 Quadratmetern.

Der Investment- und Asset-Manager Scantum DW hat das Property-Management-Mandat für ein Logistikportfolio in Deutschland im Auftrag von Barings übernommen. Das Portfolio umfasst vier Objekte mit einer Gesamtfläche von rund 85.000 Quadratmetern.

Enviria installiert 7.616 PV-Module in Wustermark

Enviria hat auf rund 15.000 Quadratmetern Dachfläche insgesamt 7.616 PV-Module installiert. Die prognostizierte CO2-Einsparung beträgt laut Enviria knapp 1,3 Millionen Kilogramm pro Jahr.

Enviria realisiert gemeinsam mit Real I.S. und der Nagel-Group eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Logistikobjekts im brandenburgischen Wustermark. Dafür werden 7.616 PV-Module installiert. Sie sollen laut Enviria knapp 1,3 Millionen Kilogramm pro Jahr einsparen.