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26.05.2026

Lidl nimmt Verwaltungs- und Warenverteilzentrum in Bietigheim in Betrieb

Lidl hat in Bietigheim bei Karlsruhe ein neues Verwaltungs- und Warenverteilzentrum eröffnet. Ab Juli sollen von dort aus bis zu 100 Filialen in Baden-Württemberg mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs beliefert werden.
©: Chris Frühe
Der Lidl-Neubau südlich von Karlsruhe soll eine tragende Rolle im bundesweiten Logistiknetzwerk des Lebensmitteldiscounters übernehmen.
Foto: Chris Frühe

Der Lebensmitteldiscounter Lidl hat in Bietigheim bei Karlsruhe ein neues Verwaltungs- und Warenverteilzentrum eröffnet. Ab Juli sollen von dem rund 154.000 Quadratmeter großen Areal aus bis zu 100 Filialen in Baden-Württemberg mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs beliefert werden. Zum Start sind rund 250 Mitarbeiter in Verwaltung und Logistik am Standort beschäftigt.

Das Gebäude verfügt über eine Gesamtnutzfläche von rund 44.000 Quadratmetern und soll nach Angaben von Lidl eine tragende Rolle im bundesweiten Logistiknetzwerk des Unternehmens übernehmen. Durch die Bündelung regionaler Warenströme sollen Transportemissionen reduziert und die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Filialen gewährleistet werden. Das Grundstück ist ein ehemaliges Gerätelager der Bundeswehr, das umfassend revitalisiert wurde. Für den Neubau wurden rund 15.000 Kubikmeter Recyclingmaterial aus den Abbrucharbeiten wiederverwendet.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Energiekonzept und ökologische Maßnahmen

Der Primärenergiebedarf des Standorts liegt laut Lidl 75 Prozent unter dem Wert des jeweiligen Referenzgebäudes. Der gesetzlich vorgeschriebene GEG-Standard von 55 Prozent werde damit um rund 20 Prozentpunkte unterschritten. Die Kälteanlage arbeite ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln. Über eine Wärmerückgewinnung soll die anfallende Abwärme zur Beheizung von Lager und Verwaltungsgebäude genutzt werden, sodass fossile Brennstoffe vollständig entfallen.

Auf den Dächern des Komplexes ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,4 Megawatt-Peak installiert. Sie erzeugt jährlich rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom und deckt damit etwa ein Fünftel des Gesamtstrombedarfs des Standorts ab.

Ergänzt wird das Energiekonzept durch ökologische Maßnahmen auf dem gesamten Gelände: Rund 18.000 Quadratmeter Gründach verteilen sich auf das Hauptgebäude und das Parkhaus, hinzu kommt eine begrünte Lärmschutzwand. Im Vorfeld der Bauarbeiten wurden streng geschützte Eidechsen- und Fledermauspopulationen fachgerecht in vorbereitete Ersatzhabitate in der unmittelbaren Umgebung umgesiedelt. Auf dem Gelände wurden 10.000 Quadratmeter Blühflächen für Wildbienen und Nützlinge angelegt sowie rund 130 Bäume neu gepflanzt. Ein Versickerungsbecken mit vorgelagertem Retentionsbodenfilter sorgt für die natürliche Aufbereitung von Regenwasser.

Mitarbeiter können am Standort E-Ladesäulen mit AC- und DC-Lademöglichkeiten nutzen. Darüber hinaus sind Ladepunkte für Elektro-Lkw in Planung, um künftig auch die Filialbelieferung emissionsärmer zu gestalten.

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des Gesamtstrombedarfs des Standorts soll die PV-Anlage auf dem Dach der Immobilie abdecken.

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