ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
01.06.2021

Corona hatte großen Einfluss auf die Logistikbranche – positiv wie negativ

Das und noch viel mehr schreibt unser Gastautor Patrik Völtz, Senior Berater der Bulwiengesa AG, in seinem Statement zur ersten Digitalkonferenz Ramp One am 19. Mai.
©: iStock
Foto: iStock
Zweifellos hatte Corona großen Einfluss auf die Logistikbranche – positiv wie negativ. So waren Lieferengpässe eine Herausforderung. Aufgrund gesunkener Nachfrage nach Logistikdienstleistungen – untypisch für die Entwicklung der letzten Jahre – brachen die Logistikumsätze ein. Der langfristige Trend blieb konstant, nicht zuletzt durch den verstärkten E-Commerce, der das bestimmende Thema im Segment Logistik sein wird.

Gastbeitrag

von Patrik Völtz Senior Berater, Bulwiengesa AG

Logistik(immobilien) – durch Corona entfachtes Strohfeuer?

  • COVID-19 hatte großen Einfluss auf die Logistikbranche – positiv wie negativ
  • Langjähriger Trend des hohen Logistikbedarfs jedoch ungebrochen
  • Verarbeitendes Gewerbe mit starkem Flächenbedarf an Unternehmensimmobilien
  • Flächenangebot: ungenügend
$

Wie wird dem mangeldem Flächenangebot zukünftig begegnet?

Quelle: Statista; Statistisches Bundesamt; IMF; Eurostat, SCI Verkehr

Eine hohe Nachfrage wurde 2020 nach Unternehmensimmobilien verzeichnet, vor allem aus dem Verarbeitenden Gewerbe nach urbanen Industrial-Immobilien. Neben der Nachfrage ist auch der Flächenmangel nach wie vor ein großes Thema. Transport und Lagerung machen zwei Drittel der Logistikkosten aus, Flächenmangel ist daher ein wichtiger Einflussfaktor. Bei gestiegenen Grundstückskosten steigen auch die Mieten. Die bulwiengesa-Prognose geht davon aus, dass die Mieten bis 2025 in Top-Regionen Deutschlands um 9 % steigen werden, in D-Städten noch um 6 % – selbst dort verursacht der Flächenmangel einen extremen Druck im Markt. Das wiederum führt zu spekulativen Bauten und Ausweichbewegungen in die zweite Reihe.

Technologischer Fortschritt kann und wird zu Effizienzsteigerungen in der Logistikimmobilienwirtschaft führen. Neue Technologien, wie beispielsweise ein höherer Automatisierungsgrad im Handling, können Kosten sparen und helfen, die CO2-Reduktionsziele zu erreichen. Noch allerdings gilt die Datenverfügbarkeit auf Objektebene als eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung einer ESG-Strategie. Ebenfalls ein Zukunftsthema sind sogenannte Brownfield-Entwicklungen; bereits genutzte gewerbliche Areale werden weiter bzw. neu entwickelt. Dieser Trend war schon in den letzten Jahren zu erkennen.

ANZEIGE

ANZEIGEN

Lesen Sie auch

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

30. September 2026 – Planen, entwickeln, bauen: Was ist aus dem kleinen 1×1 der Assetklasse Logistik geworden? Und was ist derzeit der „heißeste Sch…“, der auf dem Markt der Logistikimmobilien diskutiert wird? Freuen Sie sich auf eine Diskussion, die pünktlich zur Expo Real einheizt. Also: Anmelden und mittendrin sein – statt nur daneben.

Webtalk: Tesla elektrisiert die Hauptstadtregion

Webtalk: Tesla elektrisiert die Hauptstadtregion

„Think Big!“ lautet das US-amerikanische Motto. Und für Kanadier und Südafrikaner gilt das wohl auch. Einer, der gleich alle drei Nationalitäten auf sich vereint, ist der Multi-Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk. Auch dank seiner Gigafactory in Grünheide entwickelt sich die Logistikregion Berlin-Brandenburg zu den größten Profiteuren von Neuansiedlungen. Zudem wird die Region zunehmend auch interessant für den Neubau ohne Mieter – riskante Spekulation oder solides Kalkül?

Das neueste

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

30. September 2026 – Planen, entwickeln, bauen: Was ist aus dem kleinen 1×1 der Assetklasse Logistik geworden? Und was ist derzeit der „heißeste Sch…“, der auf dem Markt der Logistikimmobilien diskutiert wird? Freuen Sie sich auf eine Diskussion, die pünktlich zur Expo Real einheizt. Also: Anmelden und mittendrin sein – statt nur daneben.

WEITERLESEN

Beliebt bei unseren Lesern

Logistikimmobilien erstmals stärkste Assetklasse

LIP Invest bescheinigt dem Logistikimmobilienmarkt ein umsatzstarkes Schlussquartal 2023. Auch wenn die Nutzer trotz hohem Flächenbedarf eine konjunkturbedingte Zurückhaltung an den Tag legten, seien Logistikimmobilien nach Preiskorrekturen für Investoren wieder...

P3 entwickelt im Jade-Weser-Port

P3 Logistic Parks plant im Güterverkehrszentrum (GVZ) Jade-Weser-Port rund 140.000 Quadratmeter Logistikfläche. Das Unternehmen unterzeichnete mit der Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing GmbH & Co. KG am 2. Juni den Erbbaurechtsvertrag für das...

Ramp One 2026

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Simon Carter wird neuer CEO von P3 Logistic Parks

Vor seinem Wechsel zu P3 war Simon Carter unter anderem für British Land, Logicor sowie Quintain Estates & Development tätig.

Simon Carter tritt zum 17. September den Posten des CEOs von P3 Logistic Parks an. Frank Pörschke gibt die Position nach nahezu 6 Jahren an der Spitze des Unternehmens ab. Während der Übergangsphase soll er Carter und das erweiterte Führungsteam unterstützen.

MLP Group legt starke Halbjahreszahlen vor

Der Logistikpark MLP Pruszków II bei Warschau ist eines der Schlüsselprojekte im Portfolio des Entwicklers. Erst im Februar 2026 erweiterte der Elektronikanbieter Cordon Electronics die angemietete Fläche und verlängerte den bestehenden Mietvertrag.

Die MLP Group hat im ersten Halbjahr Umsatz und Mieteinnahmen erhöht. Der Entwickler mit Hauptsitz in Warschau erzielte einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Mieteinnahmen legten um 33 Prozent zu.