ANZEIGE
ANZEIGE
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider

Logistikbereich treibt Frankfurter Investmentmarkt

Laut der Immobilienberatung Cushman und Wakefield betrug das Transaktionsvolumen gewerblich genutzter Immobilien und Entwicklungsgrundstücke am Frankfurter Investmentmarkt innerhalb der ersten drei Quartale 2022 circa 4,0 Milliarden Euro. Die Zahlen im Logistikbereich fielen dabei besonders gut aus
©: Pixabay
Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank laut Cushman und Wakefield das Transaktionsvolumen gewerblich genutzter Immobilien und Entwicklungsgrundstücke am Frankfurter Investmentmarkt um 17 Prozent.
Foto: Pixabay
Laut der Immobilienberatung Cushman und Wakefield (CW) betrug das Transaktionsvolumen gewerblich genutzter Immobilien und Entwicklungsgrundstücke am Frankfurter Investmentmarkt innerhalb der ersten drei Quartale 2022 circa 4,0 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Umsatzrückgang von 17 Prozent. Vor allem das 1. Halbjahr, in dem bereits 3,4 Milliarden Euro investiert wurden, habe zum bisherigen Jahresergebnis beigetragen, so CW. Das 3. Quartal 2022 steuerte lediglich rund 635 Millionen Euro bei.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Die Zahlen im Logistikbereich fielen dabei besonders gut aus: Die Investitionssumme im Bereich der Logistik- und Industrieimmobilien in den ersten drei Quartalen 2022 hat sich im Vergleich zum Vorjahreswert (220 Millionen Euro) mehr als verdoppelt und beträgt 480 Millionen Euro. Der Umsatzanteil am Gesamtvolumen beträgt rund 12 Prozent.

Mit 77 Prozent beziehungsweise etwa 3,1 Milliarden Euro entfiel der größte Investitionsanteil im bisherigen Jahresverlauf auf Büroimmobilien. Im 3. Quartal wurde innerhalb dieser Asset-Klasse ein Transaktionsvolumen von rund 335 Millionen Euro erzielt.

Michael Fleck, Head of Capital Markets Frankfurt bei Cushman und Wakefield, fasst zusammen: „Wie das aktuell schwache Quartalsergebnis zeigt, haben die Auswirkungen des deutlichen Inflationsanstiegs und des veränderten Finanzierungsumfelds den Frankfurter Immobilieninvestmentmarkt erreicht. Die aus der Volatilität resultierende Unsicherheit und das noch nicht absehbare Ende dieser Phase führen dazu, dass Preisfindungen sich extrem schwierig gestalten.“

Renditen steigen über alle Asset-Klassen hinweg

Erstklassige Logistikimmobilien werden aktuell mit einer Spitzenrendite von 3,60 Prozent gehandelt. Dieser Wert entspricht gegenüber Ende Juni 2022 einem Anstieg um 50 Basispunkte. Die Spitzenrendite für innerstädtische Geschäftshäuser notiert zum Ende des 3. Quartals bei 3,60 Prozent und ist somit um 20 Basispunkte gestiegen.

Die Nettoanfangsrendite für Büroobjekte erstklassiger Qualität in Spitzenlage liegt Ende des 3. Quartals bei 3,10 Prozent, in den dezentralen Lagen bei 5,00 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht dies einem Anstieg von 25 beziehungsweise 45 Basispunkten. Die hohen Finanzierungskosten in Kombination mit den geopolitischen Unsicherheiten werden bis zum Jahresende voraussichtlich weitere Renditesteigerungen zur Folge haben.

Vorjahresergebnis wird verfehlt

CW rechnet damit, das sowohl beim Bürotransaktionsvolumen als auch beim Gesamtumsatz die Ergebnisse von 2021 nicht erreicht werden. Sie hatten im Vorjahr bei circa 4,8 Milliarden Euro beziehungsweise rund 5,9 Milliarden Euro gelegen.

ANZEIGE

„Die aus der Volatilität resultierende Unsicherheit und das noch nicht absehbare Ende dieser Phase führen dazu, dass Preisfindungen sich extrem schwierig gestalten.“

Michael Fleck

Head of Capital Markets Frankfurt, Cushman und Wakefield

Lesen Sie auch

Verkäufer und Käufer finden immer schwerer zueinander

Verkäufer und Käufer finden immer schwerer zueinander

LIP Invest hat seinen Marktbericht für das 3. Quartal 2022 veröffentlicht. Demnach ist die Transaktionstätigkeit nach wie vor hoch ausgefallen, das Ergebnis basiere aber zu einem großen Teil auf bereits Anfang des Jahres angebahnten Deals. Käufer und Verkäufer finden immer schwerer zueinander.

„Die Ausreden hören endlich auf“

„Die Ausreden hören endlich auf“

Im Ramp One-Interview spricht Fred-Markus Bohne, Managing Partner bei Panattoni für Deutschland und Österreich, über die Spitzenreiterposition von Panattoni in der Bulwiengesa-Studie „Logistik und Immobilien 2022“, über die aktuellen Herausforderungen der Logistikimmobilienbranche sowie die herausragende Rolle von Revitalisierungsvorhaben und Nachhaltigkeit.

„Die Ausreden hören endlich auf“

„Die Ausreden hören endlich auf“

Im Ramp One-Interview spricht Fred-Markus Bohne, Managing Partner bei Panattoni für Deutschland und Österreich, über die Spitzenreiterposition von Panattoni in der Bulwiengesa-Studie „Logistik und Immobilien 2022“, über die aktuellen Herausforderungen der Logistikimmobilienbranche sowie die herausragende Rolle von Revitalisierungsvorhaben und Nachhaltigkeit.

Das neueste

Beliebt bei unseren Lesern

Neue Gesichter bei LIP Invest und Logivest

Der auf Logistikimmobilien spezialisierte Immobilien-Investmentmanager LIP Invest baut sein Team weiter aus. So hat das Unternehmen Daniel Pahl zum General Counsel und Head of Transaction Management ernannt. Pahl wird bei LIP für alle An- und Verkaufsaktivitäten...

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Segro verstärkt Entwicklungs-Team

Segro in Deutschland verstärkt sein Entwicklungs-Team. Der neue Associate Director Technical Development ist für die bauliche Steuerung von Entwicklungen von Gewerbe- und Logistikparks zuständig.

P3 Logistic Parks baut in Ansbach spekulativ

P3 Logistic Parks wird einen Logistikneubau in Ansbach bei errichten. Der Standort soll in Q2/2022 fertiggestellt werden und eigne sich durch seine direkte Autobahnanbindung besonders für Unternehmen aus der Logistik und dem E-Commerce-Bereich.

Soini Asset kauft Zustellbasis in Österreich

Soini Asset hat ein weiteres Objekt für einen seiner offenen Spezial-AIF erworben. Dabei handelt es sich um eine Zustellbasis in Sollenau, rund 50 Kilometer südlich von Wien. Sie wird langfristig an die Österreichische Post AG vermietet.