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13.10.2026

Neue Logix-Studie analysiert Multilevel-Logistikimmobilien

Die Initiative Logistikimmobilien (Logix) hat ihre neue Studie „Multilevel-Logistikimmobilien“ veröffentlicht. Darin untersucht sie, welches Potenzial diese Bauweise in Deutschland bietet und welche Voraussetzungen für eine stärkere Verbreitung geschaffen werden müssen.
©: Logix
Die neue Logix-Studie zu Multilevel-Logistikimmobilien steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
Foto: Logix
In Europa wurden mehrgeschossige Logistikimmobilien bereits in verschiedenen Ausprägungen realisiert. In Deutschland gibt es dagegen, insbesondere bei Objekten mit Rampenzugang zu den Obergeschossen, bislang nur wenige Projekte. Jetzt hat die Initiative Logistikimmobilien (Logix) ihre neue Studie „Multilevel-Logistikimmobilien“ veröffentlicht. Darin untersucht sie, welches Potenzial diese Bauweise bietet und welche Voraussetzungen für eine stärkere Verbreitung in Deutschland geschaffen werden müssen.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Die Auswertungsergebnisse zeigen, dass Mehrgeschossigkeit vor allem dort an Bedeutung gewinnt, wo Grundstücke knapp und teuer sind. Gleichzeitig kann eine effizientere Nutzung von Industrie- und Gewerbeflächen könne dazu beitragen, die Versiegelung bislang nicht gewerblich genutzter Flächen (Greenfields) zu verringern. Zentraler gelegene Standorte eröffnen zudem Möglichkeiten, Ballungsräume besser zu erreichen und dadurch gegebenenfalls Güterverkehre zu optimieren.

120 potenzielle Projekte bis 2035

Eine im April und Mai 2026 durchgeführte Befragung von 103 Expertinnen und Experten aus der Bau- und Immobilienbranche stützt diese Einschätzung. Die Hälfte der 70 Befragten, die die Zukunftsperspektiven bewertet haben, sieht für mehrgeschossige Logistikimmobilien in den kommenden Jahren ein großes oder sehr großes Potenzial. Addiert man die Mittelwerte der Prognosen für die verschiedenen Multilevel-Typen, ergeben sich über 120 Projekte, deren Realisierung die Befragten bis 2035 erwarten. Den Marktpotenzialen nach entfallen die meisten Erwartungen auf Urban-Supply- und Last-Mile-Multilevel-Logistikimmobilien.

Die Studie macht zugleich deutlich, dass einer stärkeren Verbreitung derzeit mehrere Hemmnisse entgegenstehen. Dazu zählen vor allem die vergleichsweise hohen Baukosten und die fehlende Kostensicherheit bei der Umsetzung, die aus den komplexeren Anforderungen mehrgeschossiger Gebäude resultieren. Herausforderungen ergeben sich unter anderem bei Tragwerk, Erschließung und Brandschutz. Hinzu kommen fehlende Erfahrungswerte und noch nicht etablierte Baustandards, was Planung und Kalkulation erschwert.

Mehr Transparenz als Grundlage für künftige Standards

Ansatzpunkte zeigen sich insbesondere bei der Standardisierung und der Aufbereitung bestehender Erfahrungen. Best-Practice-Beispiele, eine systematische Erfassung realisierter Projekte und eine Typisierung können dazu beitragen, mehr Transparenz über die unterschiedlichen Formen der Mehrgeschossigkeit zu schaffen. Daraus lassen sich perspektivisch typenspezifische Baustandards sowie effizientere Planungs- und Genehmigungsprozesse ableiten.

Die Publikation entstand gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Sie kann kostenlos auf der Website von Logix heruntergeladen werden: www.logix-award.de/publikationen

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„Unsere Untersuchung zeigt, dass das Potenzial mehrgeschossiger Konzepte bereits in unterschiedlichen Projekten in Europa genutzt wird und künftig eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Logistikstandorten spielen kann.“

Dr.-Ing. Roland Busch

Bergische Universität Wuppertal

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