ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
08.07.2025

Neue Logix-Studie: Logistikimmobilien sind ein Schlüssel zur Energiewende

Logistikimmobilien können einen signifikanten Beitrag zum Gelingen der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) leisten. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung“ im Auftrag von Logix.
©: Logix
Die Initiative Logistikimmobilien (Logix) hat eine neue Publikation veröffentlicht. Unter dem Titel „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung“ untersuchen die Autoren unter der Leitung von Jannick Höper und Benedikt Scholler, List Eco, sowie unter Beteiligung von Fiege und Siemens das Potenzial von Logistikimmobilien für die Kommunale Wärmeplanung (KWP).
Foto: Logix

Logistikimmobilien haben nach wir vor ein problematisches Image in den Kommunen. Seitens der Anwohner sowie kommunaler Entscheidungsträger bestehen hartnäckige Vorbehalte. Dabei sind Logistikimmobilien weit mehr als die Dreh- und Angelpunkte der Waren- und Lieferketten und können einen signifikanten Beitrag zum Gelingen der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) leisten. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung“ im Auftrag der Initiative Logistikimmobilien (Logix). Neben den Potenzialen der Gebäudeklasse in ihrer Rolle als Energiequellen und -verbraucher geht es auch um ihren Beitrag zur Verkehrswende.

Bis 2045 sollen Kommunen eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht haben. In der Folge sind Städte und Gemeinden gefordert, tragfähige und umsetzbare Konzepte für eine nachhaltige Wärmeversorgung zu entwickeln. Für Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern besteht ab Mitte 2026 die Verpflichtung, einen konkreten Wärmeplan vorzulegen, während kleinere Städte bis Mitte 2028 nachziehen müssen. Die Notwendigkeit zum Handeln wird durch die jährlich rund 150 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen unterstrichen, die derzeit durch das Heizen, Kühlen und die Warmwasserversorgung von Gebäuden erzeugt werden.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Logistikimmobilien: Multitalente im Energiekontext

Dabei haben ausgerechnet Logistikimmobilien mit ihrer schwierigen Reputation bei kommunalen Entscheidungsträgern sowie Bürgerinnen und Bürgern das Potenzial, zur Energiewende wesentlich beizutragen. Die aktuelle Logix-Studie unter der Leitung von Jannick Höper und Benedikt Scholler, List Eco, sowie mit Beteiligung von Fiege und Siemens Energy weist im Detail nach, dass es sich für Städte und Gemeinden lohnen kann, sich im Rahmen ihrer Konzepte und Strategien rund um die KWP genauer mit der Assetklasse auseinanderzusetzen.
Denn Logistikimmobilien können sowohl als Energieerzeuger als auch als -verbraucher fungieren und verfügen damit über erhebliche Potenziale zur Unterstützung der lokalen Energie- und Wärmewende. Die weitläufigen Dachflächen der Immobilien sind ideale Standorte für Photovoltaikanlagen, die lokal erzeugten Strom bereitstellen können. Dies vermindert den CO₂-Fußabdruck der Immobiliennutzer und steigert den Immobilienwert für Eigentümer. Zudem können Geothermie-Anlagen Erdwärme aus dem Untergrund nutzen, was den Einsatz fossiler Brennstoffe überflüssig machen kann.

Die verkehrsgünstige Lage vieler Logistikimmobilien macht sie zudem zu wichtigen Knotenpunkten für Energie und Mobilität. Kommunen können beispielsweise von der lokalen Verfügbarkeit von Solarstrom profitieren, der in Ladeinfrastrukturen für E-Fahrzeuge eingespeist wird. Dies stellt einen wesentlichen Eckpfeiler in Richtung einer nachhaltigen Mobilitätswende dar.

Ein vielversprechender Ansatz zur Integration erneuerbarer Energien ist zudem die Nutzung von Wasserstoff als Energiespeicher. Solarenergie-Überschüsse können gespeichert und bedarfsgerecht genutzt werden, etwa für den Betrieb von Flurförderzeugen innerhalb der Logistikimmobilien.

ANZEIGE

„Damit die Potenziale von Logistikimmobilien für das Erreichen der Ziele der Energiewende abgerufen werden können, braucht es die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Gemeinsam gilt es, regulatorische Unsicherheiten abzubauen und die begrenzten Stromnetzkapazitäten auszuweiten.“

Dr. Malte-Maria Münchow

Sprecher der Initiative Logistikimmobilien (Logix)

Der Fiege-Standort Greven Reckenfeld in Nordrhein-Westfalen dient in der Studie als Fallbeispiel zur Überprüfung der aufgestellten Thesen.
Der Fiege-Standort Greven Reckenfeld in Nordrhein-Westfalen dient in der Studie als Fallbeispiel zur Überprüfung der aufgestellten Thesen. (Foto: Fiege)

Vielfältige Potenziale zur Unterstützung bei der Energiewende

„Für die Akteure in der Logistikimmobilien-Branche sind die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nichts Neues. Im Rahmen der ESG-Kriterien als auch steigender politischer sowie gesellschaftlicher Anforderungen werden die Gebäude immer ‚grüner‘. Dass gerade hierdurch aber auch Potenziale entstehen, um Kommunen bei der Wärmeplanung zu unterstützen, ist eine neue und wichtige Erkenntnis, die die Studie mit konkreten Handlungsempfehlungen auch praktisch zugänglich macht“, betont Jannick Höper, Geschäftsführender Gesellschafter bei List Eco.

Darüber hinaus können Logistikimmobilien als Energieverbraucher eine zentrale Rolle für Lösungsansätze bei der KWP spielen. Mit ihrem stromintensiven Betrieb durch den Einsatz von Fördertechnik und Flurförderzeugen inklusive einer komplexen IT sind sie in der Lage, große Mengen erneuerbarer Energie aufzunehmen und Stromnetze zu entlasten. Immerhin ist die Netzkapazität eine der wesentlichen Herausforderungen bei der Bewältigung der Energiewende.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Trotz der vielversprechenden Perspektiven, die Logistikimmobilien für die Energiewende bieten, sind noch einige Herausforderungen zu bewältigen. Hohe Investitionskosten, unzureichende Traglastreserven auf den Dächern sowie regulatorische Unsicherheiten müssen adressiert werden, so das Fazit der Studienautoren. Hierfür sind kooperative Ansätze zwischen Kommunen und der Wirtschaft von entscheidender Bedeutung.

„Damit die Potenziale von Logistikimmobilien für das Erreichen der Ziele der Energiewende abgerufen werden können, braucht es die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Gemeinsam gilt es, regulatorische Unsicherheiten abzubauen und die begrenzten Stromnetzkapazitäten auszuweiten. Dafür ist politische Förderung nötig, eine enge Kooperation mit Kommunen, bessere Netzanbindungen und wirtschaftliche Anreize. Auf beiden Seiten müssen noch viele Hürden genommen werden, gemeinschaftlich aber kann es gelingen“, sagt Dr. Malte-Maria Münchow, Sprecher der Initiative Logistikimmobilien (Logix) und Head of Logistics Strategy bei Deka Immobilien Investment.

Fazit

Die Rolle der Logistikimmobilien im Kontext einer funktionierenden Wirtschaft sowie der Versorgungssicherheit ist unbestritten. Darüber hinaus sind sie aber auch in der Lage, Kommunen konkrete Unterstützung bei der kommunalen Energie- und Wärmewende zu bieten. Chancen dazu entstehen vor allem in ihrer doppelten Rolle als Energieerzeuger und -verbraucher. Damit das Potenzial vollständig gehoben werden kann, bedarf es einer Kooperation aller Stakeholder rund um Logistikimmobilien, sowohl aufseiten der Wirtschaft als auch der Entscheidungsträger in Kommunen.

Die vollständige Studie sowie eine Kurzzusammenfassung als Dossier stehen zum kostenlosen Download unter logix-award.de/publikationen zur Verfügung.

ANZEIGE

Lesen Sie auch

Neue Logix-Studie analysiert Multilevel-Logistikimmobilien

Neue Logix-Studie analysiert Multilevel-Logistikimmobilien

Die Initiative Logistikimmobilien (Logix) hat ihre neue Studie „Multilevel-Logistikimmobilien“ veröffentlicht. Darin untersucht sie, welches Potenzial diese Bauweise in Deutschland bietet und welche Voraussetzungen für eine stärkere Verbreitung geschaffen werden müssen.

Nachfrage nach Logistikflächen bleibt hoch

Nachfrage nach Logistikflächen bleibt hoch

Der Flächenumsatz nimmt trotz moderater wirtschaftlicher Entwicklung sowie einer weltweit unübersichtlichen geostrategischen Lage weiter zu. Laut BNP Paribas liegt das Ergebnis in den ersten drei Quartalen 2026 rund 28 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Nachfrage nach Logistikflächen bleibt hoch

Nachfrage nach Logistikflächen bleibt hoch

Der Flächenumsatz nimmt trotz moderater wirtschaftlicher Entwicklung sowie einer weltweit unübersichtlichen geostrategischen Lage weiter zu. Laut BNP Paribas liegt das Ergebnis in den ersten drei Quartalen 2026 rund 28 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Das neueste

Beliebt bei unseren Lesern

CTP platziert erfolgreich erste Anleihe als Green Bond

Das tschechische Logistik-Immobilienunternehmen CTP, nach eigenen Angaben größter Eigentümer und Entwickler von Logistik-Immobilien in Zentral- und Osteuropa (CEE), hat am 1. Oktober 2020 seine erste Anleihe über 650 Millionen Euro platziert. Die Emission sei als...

BEOS Logistics kauft und entwickelt bei Koblenz

In Polch bei Koblenz hat BEOS Logistics, ein Joint Venture von Swiss Life Asset Managers, Ingo Steves und Stephan Bone-Winkel, ein großes Gewerbegrundstück erworben. Es ist mit einer 10.200 Quadratmeter großen Büroimmobilie und einer 18.500 Quadratmeter großen...

Segro erweitert Führungsebene in Deutschland

Segro hat mit Beginn des Jahres seine Führungsebene in Deutschland erweitert. Julian Kux ist nun als Director Logistics für die Vermietung, den Ankauf von Immobilien und den Ausbau des Logistikimmobilienportfolios verantwortlich. Außerdem hat Segro die neue Position...

Ramp One 2026

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Four Parx baut Property Management aus

Four Parx treibt den Ausbau seines Property Managements voran und möchte die Sichtbarkeit seiner Leistungen am Markt verstärken. Dafür hat der Entwickler am 1. März Eileen Teichmann zum Head of Property Management ernannt.

Verdion entwickelt in Oberhausen

Verdion startet auf dem Gelände einer Industriebrache in Oberhausen mit dem Bau einer 23.243 Quadratmeter großen Logistikimmobilie. Das Investitionsvolumen für die spekulativ errichtete Immobilie beträgt rund 32 Millionen Euro.