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09.03.2026

Großabschlüsse treiben europäische Logistikimmobilien-Märkte

Trotz vielfältiger, globaler Unsicherheiten war der europäische Logistikimmobilienmarkt von einer positiven Dynamik geprägt – unter anderem bei Großabschlüssen. Auf den deutschen und den britischen Markt entfallen fast 50 Prozent des gesamten Investitionsvolumens.
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Auf europäischer Ebene wurden die größten Abschlüsse in Frankreich und in Großbritannien verzeichnet (alle über 100.000 Quadratmeter), darunter zwei von Amazon in Chartres und Beauvais sowie einer von Marks & Spencer (120.000 Quadratmeter) in Nordengland.
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Der Flächenumsatz in den sechs Kernmärkten für Logistikimmobilien (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Polen und Spanien) verzeichnete aufgrund der Rückkehr von Großabschlüssen 2025 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 3 Prozent auf 19,4 Millionen Quadratmeter. Das Volumen blieb insgesamt jedoch unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNP).

Demnach war der europäische Logistikimmobilienmarkt im Jahr 2025 trotz eines unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds von einer positiven Dynamik geprägt. Zwar würden zahlreiche Unternehmen in mehreren europäischen Märkten ihre Anmietungsentscheidungen zunächst zurückzustellen. Ein struktureller Trend, der der volatilen Situation positiv entgegenwirkt, ist laut BNP die Rückkehr zu großen Transaktionen mit einer deutlichen Zunahme von Abschlüssen in der Größenordnung von 20.000 bis 40.000 Quadratmetern.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Zu den größten Transaktionen zählten folgende:

  • LondonMetric kaufte das britische Portfolio von Urban Logistics für 1,4 Milliarden Euro
  • Tritax Big Box kaufte ein Industrieportfolio von Blackstone im Wert von 1,2 Milliarden Euro
  • Segro erwarb von Tritax Eurobox ein 370.000 Quadratmeter großes Portfolio mit Standorten in Deutschland und den Niederlanden.

Zudem trugen mehrere paneuropäische Joint Ventures zur Marktdynamik bei und spiegelten das wachsende Interesse internationaler Investoren wider — darunter die Partnerschaft zwischen Australian Super und Oxford Properties sowie das Joint Venture zwischen Areim und VGP.

Hinter dieser Widerstandsfähigkeit verbergen sich jedoch erhebliche Unterschiede, die laut BNP unmittelbar mit den lokalen Marktbedingungen zusammenhängen:

  • Großbritannien: Hohe Dynamik in den Midlands (Birmingham), auf die 40 Prozent aller Transaktionen entfallen, mit starker Nachfrage aus dem Healthcare- und dem Verteidigungssektor.
  • Deutschland: Transaktionen über 20.000 Quadratmeter um 30 Prozent gestiegen, vor allem durch Logistikdienstleister, die für den E-Commerce tätig sind.
  • Frankreich: Rückgang um 4 Prozent aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten.
  • Spanien: Unterstützt durch ein BIP-Wachstum von 2,9 Prozent im Jahr 2025 erreichte der Markt fast das Rekordhoch von 2022.
  • Niederlande: Rückgang des Volumens aufgrund von Grundstücksknappheit und behördlichen Einschränkungen; erstmals mehr Angebot im Bestand als im Neubau.
  • Polen: Nach verhaltenem Jahresstart stieg der Flächenumsatz im zweiten Halbjahr stetig an, und die Leerstandsquote fiel im 4. Quartal leicht auf 7,4 Prozent.

Erholung des Mietmarkts: Spitzenmieten steigen weiter

Im Jahr 2025 stiegen die Logistikmieten europaweit im Durchschnitt um 4,5 Prozent. Dieses anhaltende Wachstum ist auf folgende drei Faktoren zurückzuführen: die begrenzte Verfügbarkeit von Grundstücken, sehr wenige spekulative Projekte sowie steigende Baukosten und höhere Anforderungen an Logistikobjekte. Dieser Aufwärtstrend wird sich voraussichtlich auch 2026 fortsetzen, wenn auch in einem moderateren Tempo als in den letzten Jahren.

Investmentmarkt: nachhaltige Erholung

Mit einem Investitionsvolumen von knapp 45 Milliarden Euro im Jahr 2025 hat der Investment-Markt wieder sein Vorkrisenniveau erreicht und damit ein europaweites Wachstum von durchschnittlich 11 Prozent gegenüber 2024 verzeichnet.

Dabei entfallen auf den deutschen und den britischen Markt fast 50 Prozent des gesamten Investitionsvolumens. Allein auf den britischen Markt, der sich besonders dynamisch entwickelt hat, entfällt ein Drittel aller Investitionen in Europa. Diese beiden Märkte profitierten ebenso wie Schweden von großen Portfolioverkäufen.

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„Diese Erholung wird gestützt durch das stabilere Finanzierungsumfeld, die niedrigere Inflation und das erneute Interesse von Investoren an Logistikimmobilien, die inzwischen ein Viertel der gesamten europäischen Immobilieninvestitionen ausmachen, gleichauf mit Büroimmobilien.“

Craig Maguire

Head of European Logistics bei BNP Paribas Real Estate

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