ANZEIGE
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider

Logix Award: Jury nominiert fünf Finalisten

Eine unabhängige Jury hat insgesamt fünf Logistikimmobilienprojekte als Aspiranten für den Logix Award 2023 nominiert. Zur Auswahl standen 14 Projekte, die es unter insgesamt 25 eingereichten Projekten in die engere Auswahl geschafft haben.
©: Logix
Die Jury des Logix Award 2023 am Tag der Sitzung (v.l.n.r.): Mark Klausen, Kühne + Nagel; Prof. Dr. Christian Kille, THWS; Tim-Oliver Frische, DVV Media; Alexander Handschuh, Deutscher Städte- und Gemeindebund; Wolfgang Kühling, Architekturbüro Kühling; Dr. Claus-Peter Amberger, Loxxess AG; Doreen Kruschina, Planung und Baumanagement; Peter Dietz, Immobilien Zeitung; Uwe Veres-Homm, Fraunhofer SCS; Matthias Pieringer, Huss Verlag.
Foto: Logix

Der Logix Award ist die Auszeichnung für herausragende Logistikimmobilienprojekte in Deutschland. Er wird von der Initiative Logistikimmobilien (Logix) alle zwei Jahre vergeben. Die Verleihung erfolgt auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München. Im aktuellen Wettbewerb hatten Logistikimmobilien-Entwickler, Nutzer beziehungsweise Investoren insgesamt 25 Projekte eingereicht – so viele wie noch nie. Anhand eines detaillierten Bewertungs- und Kriterienkatalogs wurden daraus insgesamt 14 Immobilien identifiziert, die der Jury zur Entscheidung vorlagen. Bei der Auswahl spielten vor allem Aspekte wie Innovation und Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Die unabhängige Jury tagte in Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Kille, Professor für Handelslogistik an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Sie nominierte nach eingehender Beratung und intensiver Diskussion folgende fünf Projekte als Aspiranten für den Logix Award 2023 (Listung in alphabetischer Reihenfolge):

• Baytree Deutschland GmbH, C3 Logistikzentrum für BLG Logistics Group, Bremen: Bei dem Projekt mit knapp 90.000 Quadratmeter Logistikfläche stechen die ESG-Eigenschaften heraus, wie etwa klimapositives Gebäude, Photovoltaik-Anlage mit 9,3 MW Leistung und geplanter Einspeisung ins kommunale Netz, 7.900 Quadratmeter WELL-Area, Monitoring und Reduzierung des Energieverbrauchs im Betrieb u.v.m.

• Four Parx GmbH, MACH2 Logistikzentrum für Nutzer wie Airbus, Bechtle, Picnic und JYSK, Hamburg: MACH2 besticht als innovative Logistikimmobilie mit gleichwertig nutzbarer zweistöckiger Bauweise (als erste dieser Art in Deutschland) und der Schaffung von insgesamt 102.000 Quadratmeter logistischer Nutzfläche im logistischen Hotspot Hamburg. Hier ragen zudem die technisch innovative und anspruchsvolle Umsetzung, die aufwändige Brownfield-Sanierung, die nachhaltige Bauweise sowie das intelligente Energiekonzept im Betrieb (zum Beispiel durch Smart Metering) heraus.

• Immogate AG, Group7 Logistikcenter Hamburg, mit dem Eigennutzer und Logistikdienstleister Group7, Hamburg: Bei diesem Projekt des vormaligen Logix Award-Gewinners Immogate mit rund 28.000 Quadratmeter logistischer Nutzfläche ragen Nachhaltigkeitsaspekte hervor. Dazu zählen insbesondere die spezielle Bauweise und Dämmung des Gebäudes, die zu einer jährlichen Energieeinsparung von rund 850.000 kWh Energie im Vergleich zu einem Referenzgebäude führen, die Verwendung von recyceltem Material für die Bodenaufbereitung, rund 3.500 Quadratmeter Grünfläche auf dem Dach für die Förderung von Biodiversität, die Schaffung von Bruthabitaten u.v.m.

• Panattoni Germany Properties GmbH, Panattoni Park Würzburg Ost, mit den Nutzern S.Oliver und Dachser, Dettelbach: Beeindruckend für die Jury waren hier insbesondere die aufwändige Brownfield-Sanierung auf dem Gelände eines ehemaligen Asbestzementwerks. Sie ermöglichte die Schaffung von insgesamt rund 90.000 Quadratmeter Logistikfläche, auf denen für rund 500 Menschen Arbeitsplätze entstanden. Auch der Panattoni Park Würzburg Ost zeichnet sich durch einen hohen ESG-Standard mit Dachbegründungen, Photovoltaik-Anlagen und ökologisch angelegten Außenflächen und begrünte Well-Being-Areas für die Mitarbeitenden aus.

• Swiss Life Asset Managers Logistics GmbH, Logistikzentrum Duisburg Nord I, mit dem Nutzer Rhenus, Wesel: Diese Immobilie mit einer logistischen Nutzfläche von rund 82.000 Quadratmeter und rund 400 neuen Arbeitsplätzen zeichnet sich besonders aus durch den Einsatz zahlreicher innovativer Technologien, um einen von fossilen Brennstoffen unabhängigen Betrieb zu gewährleisten. Dazu zählen insbesondere Geothermie und Wärmepumpen, eine eigene kleine Windkraftanlage sowie der Einsatz von Energiepufferspeichern, eine thermische Gebäudesimulation mit realen Umgebungsvariablen zur exakten Dimensionierung der Anlagentechnik und vieles mehr. Zudem wurde viel Wert auf Well-Being-Aspekte gelegt, wie den Einsatz von großen Glasflächen, Holz, eine hochwertige Ausstattung der Büros und Sozialbereiche, die Einrichtung von zehn Umkleiden mit eigener Dusche und WC, sowie die Gestaltung der Außenflächen als Erholungsraum für die Belegschaft.

Der Logix Award wird in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal vergeben. Ausgezeichnet werden Logistikimmobilien, die in hohem Maß den Ansprüchen von Nutzern und Investoren gerecht werden sowie unter ökologischen, sozialen, ökonomischen und städtebaulichen Aspekten herausragen. Die Verleihung erfolgt im zweijährigen Turnus auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München.

Alle Infos rund um das Bewerbungsverfahren stehen unter www.logix-award.de/award/wettbewerb zur Verfügung.

ANZEIGE

„Die Jury hat sich in diesem Jahr mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert gesehen. Die 14 Projekte sind nahezu alle in verschiedenen Aspekten ‚preiswürdig‘. Dennoch hat sich letztlich der Fokus auf diese fünf Projekte gerichtet.“

Christian Kille

Professor für Handelslogistik an der THWS

ANZEIGE

Lesen Sie auch

Ballungsraum München mit durchwachsener Performance

Ballungsraum München mit durchwachsener Performance

Der Eigennutzer- und Mietmarkt für Logistik- und Industrieimmobilien in München hat nach einer Auswertung von Realogis ein durchschnittliches Ergebnis eingefahren. Die Branche Logistik/Spedition verteidigt im Branchenranking den dritten Platz.

Nachfrage nach Rechenzentren wird stark steigen

Nachfrage nach Rechenzentren wird stark steigen

Nach Angaben von Savills soll die Kapazität von Rechenzentren in Europa bis 2027 um 21 Prozent auf etwa 13.100 Megawatt ansteigen. Damit sei eine große Nachfrage nach neuen Rechenzentren verbunden. Das Marktwachstum verteilt sich gleichmäßig auf ganz Europa.

Das neueste

Beliebt bei unseren Lesern

P3 entwickelt im Jade-Weser-Port

P3 Logistic Parks plant im Güterverkehrszentrum (GVZ) Jade-Weser-Port rund 140.000 Quadratmeter Logistikfläche. Das Unternehmen unterzeichnete mit der Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing GmbH & Co. KG am 2. Juni den Erbbaurechtsvertrag für das...

Unternehmen zeigen sich beim Wunschstandort flexibel

Aurelis Real Estate hat gemeinsam mit Fachexperten der Arbeitsgruppe für Supply Chain Services des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS sowie den Professoren Christian Kille von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt und Alexander Nehm von der...

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

CTP ernennt neuen Geschäftsführer für Deutschland

CTP ernennt Alexander Hund zum neuen Geschäftsführer für Deutschland.

CTP hat Alexander Hund zum Managing Director von CTP Deutschland ernannt. Zuvor war er maßgeblich an der erfolgreichen Integration des Portfolios der Deutsche Industrie Reit AG in die CTP-Gruppe beteiligt. Zudem spielte er eine Schlüsselrolle beim Aufbau des deutschen CTP-Teams.

GSE erprobt Neutronen-Roboter bei Kampfmittelsondierung auf Brownfields

In Zeiten zunehmender Flächenknappheit entwickeln sich Brownfields zu attraktiven Immobilienstandorten für Industrie und Logistik. Doch bei der Revitalisierung bilden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ein unkalkulierbares Risiko. Mit dem Einsatz eines neuartigen Neutronen-Roboters will Generalübernehmer GSE Deutschland den Aufwand bei der Kampfmittelsondierung reduzieren.