Damit liegt das Ergebnis 28 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und 9 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Das 3. Quartal steuerte knapp 2,2 Millionen Quadratmeter bei (+23 Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2026), und ist damit das höchste Quartalsergebnis seit dem 2. Quartal 2022.
Die wichtigsten Treiber der aktuellen Dynamik seien „zum einen Logistikdienstleister, die das Geschäft für E-Commerce-Unternehmen aus Asien, aber auch für schon länger etablierte Großkonzerne abwickeln, und zum anderen Unternehmen, die dem Bereich Rüstung und Verteidigung zuzuordnen sind“, so die Analysten.
Darüber hinaus sorgten produzierende Unternehmen, die ihre Strukturen optimieren oder sich erweitern, für umfangreichen Flächenumsatz. „Dabei sind insgesamt wieder wesentlich mehr großflächige Verträge zu beobachten als im Vorjahreszeitraum sowie eine hohe Abschlusszahl“, erläutert Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Artikel
von Tim-Oliver Frische
Flächenumsatz außerhalb der Logistikzentren wächst
Besonders deutlich stieg der Flächenumsatz außerhalb der großen Logistikzentren (+51 Prozent). Damit wurde dort das zweithöchste Ergebnis der vergangenen 10 Jahre erzielt.
In den 7 deutschen Top-Logistikmärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München wurden dagegen „nur“ zusammen knapp 1,7 Millionen Quadratmeter umgesetzt. Das entspricht einem Rückgang von rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der langjährige Durchschnitt wurde um 8 Prozent unterschritten.
Unter den großen Logistikmärkten verzeichnete Köln die stärkste Veränderung. Mit 247.000 Quadratmetern lag der Flächenumsatz mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Zusammen mit Hamburg war Köln der einzige Top-Standort mit einem Zuwachs. Hamburg kam auf 283.000 Quadratmeter und legte um 3 Prozent zu.
Mietpreise steigen an mehreren Standorten
Die Spitzen- und Durchschnittsmieten lagen im 3. Quartal 2026 über den Werten des Vorjahresquartals. Über alle betrachteten Standorte hinweg erhöhten sich die Spitzenmieten um durchschnittlich 4,3 Prozent. Die Durchschnittsmieten stiegen um 4,9 Prozent. Gegenüber dem 2. Quartal zogen die Mietpreise insbesondere in Düsseldorf, Frankfurt, Köln und im Ruhrgebiet an.
Ausblick
An den geopolitischen Rahmenbedingungen dürfte sich nach Ansicht der BNP-Experten bis zum Jahresende nur wenig ändern. Das gilt insbesondere für die Konfliktsituation im Nahen Osten. Gleichzeitig zeichnet sich eine leichte Belebung der deutschen Wirtschaft ab. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2026 zuletzt auf 1,3 Prozent angehoben.
Wachstumsimpulse kommen nach Einschätzung von BNP Paribas Real Estate aus den staatlichen Ausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung. Auch die Exporte und die Industrieproduktion entwickeln sich positiv.
Auf dem bundesweiten Logistikvermietungsmarkt zeigt sich die hohe Marktaktivität an der Zahl der Mietverträge und am gestiegenen Volumen großflächiger Abschlüsse ab 20.000 Quadratmetern. Dieses Segment unterscheidet das bisherige Ergebnis vom Vorjahreszeitraum maßgeblich.
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