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13.02.2025

Make Europe great again

Die deutsche Wirtschaft schrumpft. Gerade erst musste die Bundesregierung die Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich nach unten korrigieren. Was also tun? Kuno Neumeier, CEO der Logivest, kommentiert.
©: Logivest
Kuno Neumeier ist CEO der Logivest und Sprecher des BVL-Themenkreises Logistikimmobilien.
Foto: Logivest

Kommentar von Kuno Neumeier, CEO der Logivest und Sprecher des BVL-Themenkreises Logistikimmobilien, zur aktuellen Wirtschaftslage.

Die deutsche Wirtschaft schrumpft. Gerade erst musste die Bundesregierung die Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich nach unten korrigieren – von 1,1 Prozent auf gerade einmal 0,3 Prozent realen BIP-Anstieg. Beinahe jedes dritte Industrie-Unternehmen in Deutschland verlagert bereits seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ins Ausland oder erwägt dies zumindest.[1] Aber auch als Produktionsstandort ist Deutschland schon längst nicht mehr erste Wahl. „Made in Germany“ droht an den hohen Energie- und Personalkosten, strengen Regularien und der starren Bürokratie zu zerbrechen. Auswirkungen, die sich verstärkt auch auf dem Logistikimmobilienmarkt widerspiegeln.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Ende Januar hatten sich über 100 Verbände und Unternehmen zusammengeschlossen, um im Rahmen des Wirtschaftswarntages auf die prekäre Lage im eigenen Land aufmerksam zu machen. Die Reaktion der Politik darauf: Eher verhalten.

Und das, obwohl mit Donald Trump nun – nicht ganz unerwartet – ein weiterer „Störfaktor“ auf die Bühne getreten ist. Während er auch Europa mit Importzöllen droht, versucht er durch Steuererleichterungen Unternehmen gezielt in die USA zu locken. Gerade exportstarke Industrien wie Maschinenbau, Automobil- oder Pharmaindustrie geraten dadurch massiv unter Druck.

Um dem entgegenzutreten, brauchen wir eine gemeinsame Strategie. Und dabei rede ich nicht nur von Deutschland – auch wenn die Notwendigkeit eines Bürokratieabbaus hierzulande absolut unstrittig ist – sondern von einer europaweiten klaren Linie. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Siemens, Joe Käser, hat es aus meiner Sicht absolut auf den Punkt gebracht. Nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos resümierte er, dass Europa zwar entschlossen ist, die richtigen Dinge zu tun, es aber an Fokus, Umsetzung und vor allem an Geschwindigkeit mangelt. Was es bräuchte, wäre eine klare Strategie, um das „Unternehmen Europa“ zu führen – ein MEGA-Projekt: Make Europe Great Again!

Deutschland benötigt dringend eine Wirtschaftswende! Doch um uns gegen die wachsende Konkurrenz aus Asien und auch den USA zu behaupten – und somit auch die heimische Wirtschaft wieder zu stärken – braucht es keine Einzelkämpfer, sondern ein vereintes Europa!

[1] Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie, November/Dezember 2024

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„Made in Germany droht an den hohen Energie- und Personalkosten, strengen Regularien und der starren Bürokratie zu zerbrechen.

 

Kuno Neumeier

CEO der Logivest und Sprecher des BVL-Themenkreises Logistikimmobilien

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