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01.10.2020

Bulwiengesa-Studie: Mehr nachhaltige und spekulative Logistikimmobilien

Nicht erst seit der Coronakrise ist im Segment der Logistikimmobilien ein immenser Flächenhunger zu beobachten, sagt Ralf-Peter Koschny, CEO bei Bulwiengesa.
©: Bulwiengesa
Foto: Bulwiengesa

Nicht erst seit der Coronakrise ist im Segment der Logistikimmobilien ein immenser Flächenhunger zu beobachten, sagt Ralf-Peter Koschny, CEO bei Bulwiengesa. In einer am 29. September erschienenen Studie kommt das Beratungs- und Analyseunternehmen auf einen Bedarf an zusätzlicher Logistikfläche in Deutschland von 6,5 bis 7 Millionen Quadratmeter jährlich. „Das entspricht etwa einem Zehntel der Fläche Hamburgs“, ordnet Koschny ein.

Immer mehr spekulative Entwicklungen

Weiter heißt es in der Studie, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Projektentwicklungen spekulativ ohne festen Erstmieter begonnen wurden. „Die Pipeline-Projekte mit Fertigstellung im Jahr 2021 deuten auf einen Rekordanteil des spekulativen Bauens von rund 40 Prozent hin“, so Koschny weiter.

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von Tim-Oliver Frische

Zu den Ursachen gehörten unter anderem gute Vermietungschancen an geeigneten Standorten, hohe Drittverwendungsfähigkeit durch standardisierte Hallenspezifika und andererseits auch zunehmend länger werdende Projektzeiträume. „Gemeint sind hier etwa Ansiedlungsbegehren oder Revitalisierungsmaßnahmen bei Brownfields“, erklärt der Marktexperte.

Nachhaltiges Bauen immer wichtiger

Als eines der entscheidenden Studienergebnisse kristallisierte sich zudem das Thema der Nachhaltigkeit heraus. „Nachhaltigkeit wird im Markt der Logistikimmobilien immer wichtiger. Und es ist zu beobachten, dass der Anteil nachhaltig zertifizierter Immobilien stetig steigt“, sagt Bulwiengesa-Studienleiter Patrik Völtz. Wichtig seien hier ein möglichst geringer Kohlendioxid-Ausstoß beziehungsweise ein Kohlendioxid -neutraler Betrieb der Logistikanlage. Überdies sei der Einsatz von recycelbaren Materialien im Zuge von Um- und Rückbaumaßnahmen zu beachten. Völtz: „Die Nachhaltigkeit einer Logistikimmobilie stellt mittlerweile immer öfter auch eine Anforderung des Marktes an die Branche dar. Eine moderne und effiziente Immobilie erfüllt dabei nicht nur den Zweck, ein hohes Umweltbewusstsein zu signalisieren, sondern führt auch zu deutlichen Kosteneinsparungen.“

Für die Studie kontaktierte Bulwiengesa in diesem Jahr 6.350 Personen. „Zu den Panelbefragten zählten neben einer Vielzahl an Kommunen die namhaftesten Vertreter aus der Logistikimmobilienwirtschaft, also finanzierende Banken, Projektentwickler und Investoren“, erläutert Völtz auf DVZ-Nachfrage. Die Studie kann kostenfrei unter diesem Link heruntergeladen werden.

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