ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider
21.04.2022

Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Nordrhein-Westfalen startet stark

Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Nordrhein-Westfalen verzeichnete im ersten Quartal 2022 laut CBRE einen Flächenumsatz von 410.000 Quadratmeter. Verglichen mit dem ersten Quartal 2021 war dies ein Anstieg um 28 Prozent.
©: iStock
Das starke Ergebnis geht vor allem auf eine positive Marktentwicklung im Ruhrgebiet zurück. Hier stieg der Flächenumsatz um 177 Prozent auf 147.000 Quadratmeter.
Foto: iStock

Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Nordrhein-Westfalen verzeichnete im ersten Quartal 2022 einen Flächenumsatz von 410.000 Quadratmeter. Verglichen mit dem ersten Quartal 2021 war dies ein Anstieg um 28 Prozent. Rückläufig war der Flächenumsatz von Eigennutzern (minus 31 Prozent auf 33.000 Quadratmeter) und von Neubauten (minus neun Prozent auf 179.000 Quadratmeter). Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Das starke Ergebnis geht vor allem auf eine positive Marktentwicklung im Ruhrgebiet zurück. Hier stieg der Flächenumsatz um 177 Prozent auf 147.000 Quadratmeter. In Düsseldorf sowie in der Region Köln waren die Flächenumsätze hingegen rückläufig – in Düsseldorf sanken sie um 24 Prozent auf 64.000 Quadratmeter und in der Region Köln um 21 Prozent auf 93.000 Quadratmeter. In der Region Mönchengladbach gab es im ersten Quartal bedingt durch das fehlende Grundstücksangebot gar keinen Flächenumsatz zu verzeichnen, nachdem es im Gesamtjahr 2021 56.000 Quadratmeter waren. Zulegen konnten jedoch die Gebiete im restlichen Nordrhein-Westfalen – um 99 Prozent auf 106.000 Quadratmeter. Die Spitzenmiete für Logistikflächen stieg in den vergangenen zwölf Monaten vielerorts an: im Ruhrgebiet um neun Prozent auf 6,00 Euro pro Quadratmeter und Monat, in der Region Köln um zwölf Prozent auf 6,50 Euro und in Düsseldorf um sieben Prozent ebenfalls auf 6,50 Euro. Bei den Nachfragerbranchen konnten Logistiker um 169 Prozent auf 146.000 Quadratmeter zulegen. Mit einem Anteil am Flächenumsatz von 36 Prozent stellten sie damit die stärkste Nachfragebranche. Produktionsunternehmen fragten sieben Prozent mehr nach als noch im ersten Quartal 2021. Diese 75.000 Quadratmeter entsprachen einem Anteil von 18 Prozent. Handelsunternehmen (inklusive Onlinehändlern) verzeichneten mit 102.000 Quadratmetern einen Rückgang ihres Flächenumsatz um 23 Prozent und kamen auf einen Anteil von 25 Prozent.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2022

„In den kommenden Monaten wird die Nachfrage nach Industrie- und Logistikflächen in Nordrhein-Westfalen groß bleiben – und zugleich der Flächenumsatz weiterhin durch die verfügbaren Flächen limitiert werden“, erwartet Koepke. „Von den Nutzern wird räumliche Flexibilität erwartet. Wenn es die passende Fläche im Suchgebiet nicht gibt, könnte eine zweitbeste Alternative im benachbarten Logistikcluster passen.“

ANZEIGE

„Das erste Quartal 2022 war der stärkste Jahresauftakt am Industrie- und Logistikimmobilienmarkt von Nordrhein-Westfalen seit 2016. Der um 15 Prozentpunkte auf 44 Prozent am Gesamtflächenumsatz gesunkene Anteil von Neubauten zeigt, dass der Markt auch im Bestand noch Verfügbarkeiten bietet und nicht nur wie inzwischen in vielen Logistikclustern üblich auf den Neubau fokussieren muss.“

Rainer Koepke
Head of Industrial & Logistics und Teamleiter für das Marktgebiet Nordrhein-Westfalen bei CBRE in Deutschland

Lesen Sie auch

Das neueste

Webtalk: On the Road to Expo Real

Webtalk: On the Road to Expo Real

Am 1. Oktober war Ramp One, das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider, live auf Sendung. Fein portioniert diskutierten Branchenexperten im Vorfeld der Messe Expo Real Themen, die die Branche bewegen: das neue ESG-Label der Initiative Logistikimmobilien, die Logix-Studie zur kommunalen Wärmeplanung, den in diesem Jahr wieder ausgelobten Logix Award sowie das exklusive Interview mit Jan Dietrich Hempel im DVZ-Themenheft Logistikimmobilien.

WEITERLESEN

Beliebt bei unseren Lesern

Ulmer Start-up macht Lagerhallen „Airbnb-tauglich“

Statt eine Lagerfläche während der Pandemie vor Ort zu besichtigen, können sich Nutzer auf der Plattform Expozed 1 Objekte virtuell ansehen. Die Buchung funktioniert ähnlich wie bei einer Ferienwohnung: Der Mietzeitraum kann individuell über ein Kalender-Widget...

NRW bietet Potenzial für Logistikansiedlungen

In Nordrhein-Westfalen (NRW) decken die existierenden Flächenbestände der Logistikimmobilien nur rund ein Drittel (34 Prozent) des tatsächlichen Bedarfs. Seit 2012 wurden zusammengerechnet Anfragen für Flächen über 9,3 Millionen Quadratmeter von den Kommunen negativ...

Wettbewerb um den 6. Logix Award gestartet

Seit nunmehr zehn Jahren verleiht die Initiative Logistikimmobilien (Logix) den Logix Award für die besten Logistikimmobilien-Entwicklungen in Deutschland der vergangenen zwei Jahre. Ausgezeichnet werden Logistikimmobilien, die in hohem Maß den Ansprüchen von Nutzern...

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Jonas Hitz leitet Deutschlandgeschäft für Chancerygate

Neuer Head of Germany mit Sitz in Berlin: Jonas Hitz wechselt vom Light Industrial-Immobilieninvestor und -entwickler Beos zu Chancerygate.

Der Immobilienentwickler und Asset Manager Chancerygate mit Hauptsitz in London expandiert nach Deutschland. Der nach eigener Aussage britische Marktführer für urbane Logistikimmobilien hat ein Büro in Berlin eröffnet und Jonas Hitz zum Head of Germany ernannt.

MLP Group erreicht 2025 Bestwert bei Vermietungen

Der Logistikpark MLP Pruszków II bei Warschau ist eines der Schlüsselprojekte im Portfolio des Entwicklers. Erst im Februar 2026 erweiterte der Elektronikanbieter Cordon Electronics die angemietete Fläche und verlängerte den bestehenden Mietvertrag.

Die MLP Group hat im Geschäftsjahr 2025 Mietverträge über insgesamt 370.941 Quadratmeter unterzeichnet und damit ein für das Unternehmen „historisches Vermietungsergebnis“ erreicht. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozen