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Logistikmarkt läuft weiter auf Hochtouren

Laut einer Analyse von BNP Paribas Real Estate setzt sich Die Erfolgsstory auf dem Logistik-Investmentmarkt weiter fort. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 4,23 Milliarden Euro in deutsche Logistikimmobilien investiert – das zweitbeste Halbjahresergebnis aller Zeiten.
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Laut BNP Paribas Real Estate hat sich der Hamburger Markt nach einem vergleichsweise schwachen Jahresauftakt (26 Millionen Euro) mit einem Rekordquartalsergebnis von über 400 Millionen Euro auf die Überholspur begeben.
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Die Erfolgsstory auf dem Logistik-Investmentmarkt setzt sich fort. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 4,23 Milliarden Euro in deutsche Logistikimmobilien investiert, davon 2,2 Milliarden Euro im zweiten Quartal. Es ist damit das zweitbeste Halbjahresergebnis aller Zeiten. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Gegenüber dem schon sehr starken Vorjahresergebnis konnte noch einmal eine Steigerung von 13 Prozent registriert werden. Zu diesem Umsatzwachstum haben Einzel- und Portfoliodeals mit einem Plus von 13 Prozent bzw. 14 Prozent gleichermaßen beigetragen. Der Investmentfokus liegt allerdings auch im Jahr 2021 bislang weiter auf Einzeltransaktionen, in die bis zur Jahresmitte rund 2,9 Milliarden Euro geflossen sind, gegenüber 1,4 Milliarden Euro im Portfoliobereich. Die hohe Attraktivität deutscher Logistikimmobilien kommt auch darin zum Ausdruck, dass neben den in diesem Segment etablierten nationalen und internationalen Playern nun eine Reihe von Investment Managern neue Logistikfonds auflegen, obwohl sie bislang in dieser Assetklasse noch nicht aktiv waren“, sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Hamburg im 2. Quartal auf Überholspur

Nach einem vergleichsweise schwachen Jahresauftakt (26 Millionen Euro) hat sich der Hamburger Markt mit einem Rekordquartalsergebnis von über 400 Millionen Euro auf die Überholspur begeben. Das in erster Linie von Einzeltransaktionen getriebene Halbjahresresultat von rund 434 Millionen Euro hat die Hansestadt an die Spitze der bundesdeutschen Standorte katapultiert. Berlin und München liegen mit einem Investmentvolumen von 94,5 Millionen Euro und gut 91 Millionen Euro nahezu gleichauf. Es ist der Mangel an Produkt, der zu dem Rückgang von 69 Prozent bzw. 33 Prozent im Vorjahresvergleich geführt hat. Deutlich zulegen konnte dagegen der Düsseldorfer Markt mit knapp 83 Millionen Euro (+177 Prozent), bedingt u. a. durch einen Großabschluss. Der generelle Produktmangel in Deutschlands führenden Logistikregionen, wird an den Halbjahresergebnissen der anderen Standorte ablesbar, die mit Ausnahme von Köln (74 Millionen Euro) sämtlich unterdurchschnittlich ausfallen.

Große Transaktionen bleiben marktbestimmend

Weiterhin sind es die Transaktionen jenseits der 100 Millionen-Euro-Marke, die den Markt tragen. Ihr Anteil liegt fast punktgenau bei dem des Vorjahres mit jetzt 47,5 Prozent. Absolut flossen gut 2 Milliarden Euro in dieses Größensegment, davon mehr als die Hälfte im Rahmen einer guten Handvoll Einzeltransaktionen. Bis auf die Größenklasse 25 bis 50 Millionen Euro, für die ein leichter Rückgang des absoluten Investitionsvolumens von rund 6 Prozent registriert wird, werden für alle Größenklassen steigende Umsätze vermeldet. Vor allem unterhalb von 25 Millionen Euro wurde mit jetzt gut 930 Millionen Euro deutlich mehr investiert (+38 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Spezialfonds haben im laufenden Jahr fast 1,6 Milliarden Euro in deutsche Logistikimmobilien investiert. Mit einem Marktanteil von fast 38 Prozent sind sie mit Abstand die stärkste Käufergruppe. Vor allem im Segment der Einzeltransaktionen sind sie aktiv, wo sich ihr Investmentumsatz jenseits der 1-Milliarden-Euro-Marke bewegt. Aber auch bei den Portfoliodeals haben sie die Spitzenposition inne. Investment/Asset Manager haben vor allem durch Single Deals einen Marktanteil von gut 13 Prozent erreichen können. Auf Rang drei folgen Immobilien AGs/REITS. Durch einige großvolumige Einzelabschlüsse beläuft sich der Marktanteil von Versicherungen aktuell auf fast 10 Prozent. Corporates haben gut 300 Millionen Euro hauptsächlich im Rahmen von kleinen und mittleren Investmenttransaktionen investiert.

Deutsche Investoren mit fast 50 Prozent Marktanteil

Mit fast 50 Prozent Marktanteil sind deutsche Investoren ganz klar auch zur Jahreshälfte die stärkste Käufergruppe. Allein im Rahmen von Einzeltransaktionen haben sie rund 1,7 Milliarden Euro im Markt platziert. Mit knapp 22 Prozent bzw. gut 20 Prozent folgen europäische und nordamerikanische Anleger nahezu gleichauf. Während der Anteil der nordamerikanischen Käufer in erster Linie auf die sogenannten Single Deals zurückgeht, sind europäische Investoren vor allem im Portfoliosegment durch erfolgreiche Abschlüsse aufgefallen. Auch asiatische Anleger konnten ihren Marktanteil mit aktuell gut 6 Prozent weiter ausbauen.

Seitwärtsbewegung bei Renditen

Trotz des anhaltenden Nachfragedrucks zeigen sich die Spitzenrenditen seit Jahresbeginn auf niedrigem Niveau noch stabil. Aktuell notieren die Spitzenrenditen an den Top-Standorten bundesweit bei 3,35 Prozent. Eine Ausnahme bildet Leipzig, wo die Netto-Anfangsrendite aktuell bei 3,60 Prozent liegt.

Perspektiven

„Der deutsche Markt für Logistikimmobilien wird eines der präferierten Anlageziele von nationalen und internationalen Investoren bleiben, obwohl sich die Renditen für hochwertige Immobilien aktuell bereits auf historisch niedrigem Niveau bewegen. Für den Standort und die Assetklasse sprechen neben einem weiteren Wachstum des E-Commerce-Sektors nicht zuletzt die zentrale Lage in Europa als wichtiger Transitkorridor, die wirtschaftliche Stärke der deutschen Industrieunternehmen sowie eine mögliche Neustrukturierung von Lieferketten. Entsprechend ist für die zweite Jahreshälfte mit einem weiter lebhaften Transaktionsgeschehen zu rechnen. Ob das beeindruckende Vorjahresergebnis von fast 8 Milliarden Euro wieder erreicht werden kann, wird in erster Linie eine Frage des Produktangebotes sein. Eine weitere Renditekompression im zweiten Halbjahr ist sehr wahrscheinlich“, fasst Christopher Raabe die weiteren Aussichten zusammen.

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„Gegenüber dem schon sehr starken Vorjahresergebnis konnte noch einmal eine Steigerung von 13 Prozent registriert werden.“

Christopher Raabe

Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial bei BNP Paribas Real Estate

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