ANZEIGE
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider

Ordentlicher Jahresbeginn im Industrie- und Logistikmarkt Hamburg

Laut dem jüngsten Marktbericht von Grossmann & Berger für die Hansestadt Hamburg war der Jahresauftakt auf dem Markt für Industrie- und Logistikflächen in Hamburg und Umland vor allem von Großdeals geprägt.
©: Grossmann & Berger
Der Flächenumsatz für Industrie- und Logistikimmobilien im Quartalsvergleich.
Foto: Grossmann & Berger

Laut dem jüngsten Marktbericht von Grossmann & Berger für die Hansestadt Hamburg war der Jahresauftakt auf dem Markt für Industrie- und Logistikflächen in Hamburg und Umland vor allem von Großdeals geprägt: So entfielen 68 Prozent des Flächenumsatzes in Höhe von 125.000 Quadratmeter auf das Segment über 10.000 Quadratmeter, sodass sich dessen Anteil verglichen mit dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelte. Da drei der fünf größten Abschlüsse zudem von Eigennutzern getätigt wurden, kletterte auch die Eigennutzerquote von 10 auf 36 Prozent.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

„Auch, wenn der Flächenumsatz um sieben Prozent niedriger ausfiel als im Vorjahreszeitraum, ist dies für ein erstes Quartal in Hamburg ein ordentliches Ergebnis, das sowohl über dem Fünf- als auch über dem Zehn-Jahres-Mittel liegt. Zum einen brauchen viele Logistiker aufgrund der aktuellen Lieferengpässe deutlich mehr Flächen zur Zwischenlagerung von Vorprodukten, zum anderen konnte mit dem Bau einiger Projekte von Eigennutzern erst im neuen Jahr begonnen werden. Beide Entwicklungen haben die Marktdynamik von Ende 2021 ins neue Jahr verlängert“, erläutert Felix Krumreich, Immobilienberater Industrie & Logistik bei Grossmann & Berger, Mitglied von German Property Partners (GPP).

Weitere Kernaussagen der Marktstudie:

  • Die Anzahl der Abschlüsse im Großflächensegment blieb mit nun vier gegenüber drei im 1. Quartal 2021 nahezu unverändert.
  • Ein Hamburger Logistikunternehmen schloss mit 29.500 Quadratmeter den größten Vertrag ab und mietete die im Herbst 2016 stillgelegte und in die Denkmalschutzliste eingetragene Norddeutsche Teppichfabrik in Geesthacht. Im Rahmen des zweitgrößten Abschlusses sicherte sich ein Handelsunternehmen 23.600 Quadratmeter in dem noch im Bau befindlichen Logistik-Projekt „Mach2“ von Four Parx am Reiherstieg-Hauptdeich. In Moorfleet begann ein Logistiker mit dem Bau seines Logistikzentrums. Mit 18.500 Quadratmeter handelte es sich um das größte Eigennutzergeschäft zwischen Januar und März 2022.
  • Da Logistiker und Handelsunternehmen jeweils zwei der vier größten Flächenumsätze tätigten, entfielen auf Logistiker & Spediteure mit 56 Prozent und auf den Handel mit 36 Prozent auch die höchsten Anteile am Flächenumsatz. In der Branche Industrie & Handwerk registrierte Grossmann & Berger bis Ende März 2022 nur zwei Verträge. Daher fiel ihr Anteil am Flächenumsatz mit 3 Prozent nach einem Fünftel im Vergleichsquartal des Vorjahres verschwindend gering aus.
  • Die drei größten Abschlüsse fanden in den Teilmärkten Umland Ost, Hamburg Süd und Hamburg Ost statt. Daher konzentrierte sich der Flächenumsatz auch auf diese drei Regionen mit Anteilen von jeweils 28 Prozent bzw. 25 Prozent in Hamburg Ost. Vor einem Jahr hatte mit 56 Prozent hier auch noch der Schwerpunkt der Marktaktivitäten gelegen.

ANZEIGE

„Auch, wenn der Flächenumsatz um sieben Prozent niedriger ausfiel als im Vorjahreszeitraum, ist dies für ein erstes Quartal in Hamburg ein ordentliches Ergebnis, das sowohl über dem Fünf- als auch über dem Zehn-Jahres-Mittel liegt.“

Felix Krumreich

Immobilienberater Industrie & Logistik bei Grossmann & Berger

Lesen Sie auch

Zahl der Projektentwicklungen bleibt hoch

Zahl der Projektentwicklungen bleibt hoch

Projektentwicklungen finden in Deutschland nicht nur in den großen Städten und ihrem Umland statt, sondern flächendeckend und mit hohen Volumina auch in der Peripherie. Das zeigen die Ergebnisse einer Kurzstudie von Bulwiengesa.

Flächenmangel zeigt sich in NRW immer deutlicher

Flächenmangel zeigt sich in NRW immer deutlicher

Laut Analyse von CBRE erreichte der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt in NRW 2022 einen Flächenumsatz von 1,55 Millionen Quadratmetern. Damit lag der Umsatz 15 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Im Schlussquartal fiel er besonders gering aus.

Neubauvolumen 2022 leicht rückläufig

Neubauvolumen 2022 leicht rückläufig

Mit einem leichten Rückgang hat laut Logivest der Logistikimmobilienmarkt das Jahr 2022 in puncto Neubauvolumen abgeschlossen. Mit insgesamt rund 5,1 Millionen Quadratmetern Logistikneubaufläche waren es rund 400.000 Quadratmeter weniger als 2021.

Flächenmangel zeigt sich in NRW immer deutlicher

Flächenmangel zeigt sich in NRW immer deutlicher

Laut Analyse von CBRE erreichte der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt in NRW 2022 einen Flächenumsatz von 1,55 Millionen Quadratmetern. Damit lag der Umsatz 15 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Im Schlussquartal fiel er besonders gering aus.

Das neueste

Beliebt bei unseren Lesern

Alexander Nehm verlässt Logivest Concept

Alexander Nehm, Geschäftsführer der Logivest Concept GmbH, verlässt zum 1. Oktober das Unternehmen, um eine Professur für BWL, Schwerpunkt Logistik, an der Dualen Hochschule in Mannheim (DHBW) anzunehmen. Über sechs Jahre hinweg hat Nehm gemeinsam mit Kuno Neumeier,...

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Gut gebrüllt, roter Löwe!

Mit 101 Mio. EUR hat DB Schenker seine bislang größte Einzelinvestition in eine Logistikanlage in Singapur getätigt. Das hochautomatisierte und integrierte (Luftfracht und Kontraktlogistik) Warenlager erstreckt sich über mehr als 51.400 m² auf fünf Etagen, soll die Kunden-Vorlaufzeit um 40 Prozent reduzieren und hört auf den Namen „Red Lion“.

Quantum baut Light-Industrial-Portfolio aus

Die Quantum Immobilien AG erwirbt zwei vollvermietete Objekte in Bremen und Reinbek. Damit hat Quantum innerhalb der letzten neun Monate ein diversifiziertes Portfolios mit einem Volumen von rund 150 Millionen aufgebaut. Das Investmentvehikel umfasst nun vier Immobilien in Deutschland.