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DSV Panalpina baut riesiges Logistikzentrum
Der Logistikkonzern plant, rund 268 Mio. EUR in eine neue Logistikanlage in Dänemark zu investieren. Der Neubau soll auf einem 700.000 m² großen Baugrundstück entstehen und voraussichtlich 2026 fertiggestellt sein.
Foto: DSV
So soll das künftige Logistikzentrum in Horsens an der Ostküste des Landesteils Jütland aussehen.
Foto: DSV

Der dänische Transport- und Logistikdienstleister DSV Panalpina plant in Horsens, Dänemark, rund 2 Mrd. DKR (rund 268 Mio. EUR) in ein neues Logistikzentrum zu investieren. Der Neubau soll auf einem 700.000 m² großen Baugrundstück entstehen und voraussichtlich 2026 fertiggestellt sein. Das teilt der Konzern mit.

DSV Panalpina rechne mit dem ersten Spatenstich im August 2021, heißt es weiter. Das Mammutprojekt soll bei Fertigstellung bis zu 296.000 m² an Lagerflächen, eine Cross-Docking-Anlage (50.000 m²) sowie Büroflächen von circa 18.000 m² vorhalten. Nach Angaben des Konzerns wäre es das größte Logistikzentrum Europas. „Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2022 oder Anfang 2023 mit dem Bezug beginnen können“, teilt der Konzern mit. Dann würden das Cross-Docking-Terminal, das Bürogebäude und ein Teil der Lagereinrichtungen fertiggestellt sein. Anschließend würden die Bauarbeiten „dann noch weitere drei bis dreieinhalb Jahre bis zur Fertigstellung andauern“.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Logistikzentrum dient der Zukunftssicherung

Hintergrund ist offenbar, dass die bestehenden Logistikeinrichtungen in und um die Stadt Horsens in Jütland, Dänemark, „das derzeitige und erwartete Wachstum“ des Transport- und Logistikdienstleisters „nicht mehr bewältigen können“. Gleichzeitig möchte DSV Panalpina „seine Lager- und Cross-Docking-Terminals im Raum Horsens konsolidieren, um eine höhere Effizienz und Produktivität in Verbindung mit einem umweltfreundlicheren Profil und weniger CO2-Emissionen zu gewährleisten“. Die geplanten Neubauten dienten zur Zukunftssicherung des Konzerns.

Teil der Wachstumsstrategie sei es zudem, „alle unsere Aktivitäten in den Bereichen Air & Sea, Road und Solutions an einem Standort zusammenfassen“, sagt Simon H. Galsgaard, Geschäftsführer der DSV Road A/S in Dänemark. Horsens sei „eine strategische Drehscheibe für Transporte zwischen den nordischen Ländern und allen anderen europäischen Ländern“, so Galsgaard weiter.

Das neue Logistikzentrum wird auf dem Grundstück neben den derzeitigen Einrichtungen in Horsens gebaut. Es wird nicht nur das größte Logistikzentrum Dänemarks, sondern auch Europas größtes Logistikzentrum mit nur einem Pächter sein. Es soll sich unter anderem durch ein „hohes Maß an automatisierten Prozessen zur Abwicklung großer Volumina auszeichnen“.

Größter Grundstücksverkauf für industrielle Zwecke

Für die Stadt Horsens handelt es sich um einen historisch bedeutsamen Verkauf von Grundstücken für industrielle Zwecke. „Soweit mir bekannt ist, ist dies der größte Grundstücksverkauf für industrielle Zwecke in der Geschichte von Horsens“, sagt Peter Sørensen, Bürgermeister von Horsens. Durch die Neuentwicklung am Standort Horsens sollen nicht nur die Beschäftigten gehalten, sondern „auch unsere Verbindung mit der Stadt aufrechterhalten werden“, ergänzt Galsgaard.

Die DSV beschäftigt heute rund 750 Mitarbeiter in Horsens. Mit der Erweiterung soll die Zahl auf mehr als 1.000 steigen – „und wahrscheinlich sogar noch mehr“, teilt der Konzern weiter mit. Zusätzlich zu den administrativen Stellen böte DSV Panalpina Arbeitsplätze in den Bereichen Transport und Lagerhaltung an. „Auch aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass wir diese Vereinbarung über den Verkauf von 500.000 m² Land getroffen haben“, so Bürgermeister Sørensen. Darüber hinaus profitiere die Gemeinde von zusätzlichen Arbeitsplätzen wie Handwerker und Spediteure während der Bauphase. Nach Schätzungen von DSV Panalpina könnten es „bis zu 250 Arbeitsplätze sein“. (tof)


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