ANZEIGE
Spies
Das Medium für Logistikimmobilien-Entscheider

Top-Logistik-Standorte auf Aufholjagd

An den Top-8-Standorten in Deutschland sind laut Realogis im ersten Halbjahr 2024 insgesamt rund 1,13 Millionen Quadratmeter Flächen in Logistik- und Industrieimmobilien zur Miete oder Eigennutzung neu umgesetzt worden. Das entspricht einem Plus von 17,2 Prozent.
©: Realogis
Zu den acht wichtigsten deutschen Märkten zählt Realogis die Metropolregionen Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin, München, Köln, Düsseldorf und Stuttgart sowie das Ruhrgebiet.
Foto: Realogis

An den Top-8-Standorten in Deutschland (Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin, München, Köln, Düsseldorf und Stuttgart sowie das Ruhrgebiet) sind laut einer aktuellen Analyse von Realogis im ersten Halbjahr 2024 insgesamt rund 1,13 Millionen Quadratmeter Flächen in Logistik- und Industrieimmobilien zur Miete oder Eigennutzung neu umgesetzt worden. Das entspricht einem Plus von 17,2 Prozent oder 165.170 Quadratmetern im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum.

„Die Talsohle ist durchschritten, die Aufholjagd in den Märkten hat begonnen“, kommentiert Bülent Alemdag, Geschäftsführer von Realogis Immobilien Düsseldorf. Allerdings weist er darauf hin, dass es das zweitschwächste erste Halbjahr seit Beginn der Aufzeichnungen von Realogis im Jahr 2014 sei.

Artikel

von Tim-Oliver Frische

Im Jahresvergleich kann vor allem Köln deutlich zugewinnen (+140 Prozent), gefolgt vom Ruhrgebiet (+78 Prozent) und Frankfurt am Main mit (+51 Prozent). Berlin (+18 Prozent) und Stuttgart (+17 Prozent) legen moderat zu. Düsseldorf (-17 Prozent), München (-5 Prozent) und insbesondere Hamburg (-36 Prozent) geben deutlich nach.

Mieter dominieren den Markt

Der Großteil der Flächenabnahme in den Top-8 Märkten gehe mit 95,2 Prozent oder rund 1 Million Quadratmetern auf Mieter zurück, so Realogis. Lediglich 5,6 Prozent des gesamten Flächenumsatzes entfallen in den ersten sechs Monaten auf Eigennutzer. „Das ist immer noch eindeutig, im Vorjahr haben wir aber eine noch geringere Bedeutung der Eigennutzer beobachtet“, berichtet Julian Petri, Geschäftsführer der Realogis Immobilien Frankfurt.

Big-Boxes und Logistik/Spedition auf Platz 1

Bezogen auf die Gebäudeart haben sich Big-Boxes mit einem Flächenumsatz von 489.700 Quadratmetern an die Spitze gesetzt. Das entspricht einem Anteil 43,5 Prozent. Unter allen Gebäudearten haben sie mit rund 157.000 Quadratmetern (+47,3 Prozent) auch das deutlichste Plus verbucht.

Die führende Branche nach Flächenumsatz der Top-8 im abgelaufenen Halbjahr ist erneut Logistik/Spedition mit 398.200 Quadratmetern (+35,4 Prozent). Zweitplatziert ist der Handel (+34,5 Prozent). Auf dem dritten Rang folgt Industrie/Produktion mit 226.300 Quadratmetern (+20,1 Prozent).

Spitzenmieten weiterhin dynamisch

In München finden sich weiterhin die höchsten Spitzenmieten. Sie erreichen mit 10,50 Euro/Quadratmeter (+7,7 Prozent) einen neuen Höchstwert. Berlin bleibt mit 9,85 Euro/Quadratmeter auf Rang 2 (+9,4 Prozent). Drittplatziert ist weiterhin Stuttgart mit 8,40 Euro/Quadratmeter, gefolgt von Hamburg und Düsseldorf, die mit 8,25 Euro/Quadratmeter gleichauf liegen.

ANZEIGE

„Nach dem Jahresauftakt 2023, dem schwächsten ersten Halbjahr seit Beginn unserer Aufzeichnungen im Jahr 2014, stellt der Flächenumsatz in den ersten sechs Monaten 2024 eine Trendumkehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar.“

Bülent Alemdag

Geschäftsführer von Realogis Immobilien Düsseldorf

ANZEIGE

Lesen Sie auch

Nachfrage nach Gewerbe- und Handwerkerparks bleibt stabil

Nachfrage nach Gewerbe- und Handwerkerparks bleibt stabil

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt die Nachfrage nach Flächen in Gewerbe- und Handwerkerparks stabil. Über die Hintergründe diskutierten Experten aus der Logistikimmobilienbranche während eines Webinars mit dem Titel „Resilient durch Vielfalt“.

Nachfrage nach Gewerbe- und Handwerkerparks bleibt stabil

Nachfrage nach Gewerbe- und Handwerkerparks bleibt stabil

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt die Nachfrage nach Flächen in Gewerbe- und Handwerkerparks stabil. Über die Hintergründe diskutierten Experten aus der Logistikimmobilienbranche während eines Webinars mit dem Titel „Resilient durch Vielfalt“.

Das neueste

Beliebt bei unseren Lesern

Ramp One 2026

Deutschland und seine Logistikregionen

Newsletter abonnieren!

Der kostenlose Newsletter für erstklassige Informationen aus der Welt der Logistikimmobilien.

Aus unseren Rubriken

Photovoltaik als Treiber der Revitalisierung

Für die Logistikimmobilie „Green Box“ des Investmentmanagers Aventos hat Enviria ein Energy-as-a-Service-Konzept realisiert. Auf einer Dachfläche von über 6.588 Quadratmeter wurden insgesamt 3.374 PV-Module mit einer Gesamtleistung von 1.400 Kilowatt Peak installiert. Damit liefert die Solaranlage einen Jahresertrag von über 1.360.417 Kilowattstunden.

Die Modernisierung älterer Bestandsimmobilien ist ein entscheidender Hebel für die Energiewende. Wie die Solarenergie Immobilienunternehmen dabei helfen kann, sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile zu erreichen, erläutert Kristina Boschenriedter vom Solar-Startup Enviria.

Logistik aus kommunaler Sicht systemrelevant

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat gemeinsam mit der Initiative Logistikimmobilien im Sommer 2020 eine Umfrage unter Kommunen in ganz Deutschland zur Sicht auf Logistikansiedlungen durchgeführt. Ein zentrales Ergebnis: neun von zehn Kommunen schätzen Logistik als systemrelevant ein.

Ivanhoé stärkt Europa-Portfolio

Ivanhoé Cambridge wird sein Engagement auf dem deutschen Logistikimmobilienmarkt durch eine Partnerschaft mit dem Logistikimmobilienspezialisten NVELOP ausbauen. In einer ersten Investitionsphase sollen rund 200 Millionen Euro in Projektentwicklungen in Deutschland investiert werden.

LIP Invest schließt Green-Lease-Vertrag ab

LIP hatte die 36.000 Quadratmeter große Logistikimmobilie 2018 als erstes Objekt für seinen Logistik Fonds I erworben.

LIP Invest hat mit dem bisherigen Nutzer einer Logistikimmobilie in Braunschweig einen neuen Mietvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Bestandteil des Vertrages sind auch so genannte „grüne“ Mietvertragsklauseln (Green Lease).